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Städtereise nach Bukarest - 5 Tage

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Buchungscode:
CDTMTF21+OKT03/2021
Reisetermin:
26.10.2021 - 30.10.2021
Preis:
ab 1290 € pro Person

Bukarest, die in den 1920er Jahren als "Paris des Ostens“ gerühmte Hauptstadt des in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründeten Königreiches Rumänien war nicht nur ein Schmelztiegel von Menschen unterschiedlicher Ethnien und Religionen, sondern auch ein Experimentierfeld unterschiedlicher, zumeist aus Zentraleuropa importierter Architekturströmungen, insbesondere des Historismus sowie des Funktionalismus bzw. der Klassischen Moderne. Da zahlreiche rumänische Architekten in Paris, Wien und Berlin studierten, verwuchsen in der pulsierenden rumänischen Metropole die Einflüsse Mitteleuropas mit landestypischen Stilelementen. Neben der historischen walachischen Architektur, die sich in einigen orthodoxen Kirchen im Zentrum der Hauptstadt präsentiert, hat vor allem der französisch inspirierte Historismus das Stadtbild geprägt. Seit Ende des Ersten Weltkriegs und der Vereinigung des Landes mit dem bisher ungarischen Siebenbürgen entwickelte sich die Stadt rasch zu einer mitteleuropäisch geprägten Großstadt, insbesondere durch Büro- und Wohnbauten im Stil der Klassischen Moderne charakterisiert. Während der Zweite Weltkrieg mit dem bald darauf erfolgten Systemwechsel keine wahrnehmbare Zäsur setzte, fügte die megalomane Stadtplanung des Diktators Ceaușescu dem Stadtorganismus in den späten 1970er und 1980er Jahren kaum zu schließende Wunden zu, mit denen sich die heutige Stadtentwicklung noch immer auseinandersetzen muss. Diese Probleme werden schnell mit der Besichtigung des heute als Parlamentsgebäude genutzten "Hauses des Volkes" und dem fast vier Kilometer langen "Vereinigungs-Boulevards" offensichtlich.

Dienstag, 26.10.2021: Durch das Lipscani-Viertel
Individuelle Flug-Anreise zum Flughafen Otopeni. Empfang durch die Reiseleitung, anschließend erschließt Ihnen als erste Orientierung eine Stadtrundfahrt die Metropole. Nach dem Check-in im innerstädtischen Hotel und einer kurzen Pause spazieren Sie durch das historische Lipscani-Viertel, benannt nach der Messestadt Leipzig, aus der die Händler ihre westlichen Waren brachten. Das in sozialistischer Zeit vom Abbruch gefährdete und völlig verfallene Quartier ist mittlerweile restauriert und eines der touristischen "Hotspots“ der Stadt. Nach dem Abendessen in einem landestypischen Restaurant Spaziergang zurück ins Hotel.

Mittwoch, 27.10.2021: Paläste und Stadtquartiere im Zentrum
Vormittags besichtigen Sie das königliche Sommerschloss Cotroceni. Im heutigen Amtssitz des Staatspräsidenten besichtigen wir die einst königlichen Wohngemächer. Der anschließende Bustransfer bringt Sie an die Stelle der einstigen Altstadt, die nach 1977 dem Bau des monumental-monströsen "Palast des Volkes“ - heute Parlamentspalast - zum Opfer fiel. Sie erkunden mit einer Führung den pittoresken Gebäudekomplex, der als zweitgrößter der Welt gilt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Innenstadt spazieren Sie durch das heutige Stadtzentrum mit historistischen Bauten, darunter dem Königsschloss, dem Konzerthaus Athenäum und der Universitätsbibliothek. Neben der katholischen Kathedrale besuchen Sie auch die evangelische Kirche der Stadt, in der Sie der Stadtpfarrer über die Lage der evangelisch-lutherischen Gemeinde informieren wird. Abendessen in einem hotelnahen Restaurant.

Donnerstag, 28.10.2021: Architektur der Moderne
Der heutige Tag ist der Architektur der Moderne gewidmet. Zunächst führt Sie einer der besten Architekturkenner Bukarests durch die historische, vor allem funktionalistische wie auch zeitgenössische Architektur. Sie besichtigen dabei insbesondere die Siedlungen der klassischen Moderne. Nach dem Mittagessen spazieren Sie den Boulevard Magheru entlang, eines der ehrgeizigsten Stadtplanungs- und Bauprojekte der Zwischenkriegszeit. An dieser Prachtstraße reihen sich heute die Inkunabeln der rumänischen Moderne auf. Hier erbaute der Nestor des Funktionalismus Horia Creangă das erste elfgeschossigen Verwaltungsgebäude, das die Stadtsilhouette entscheidend veränderte und damit auch die stilistischen Vorgaben der weiteren Bebauung bestimmte. Abendessen im Hotel.

Freitag, 29.10.2021: Jüdisches Bukarest
Die jüdische Bevölkerung in der Walachei kam vor allem aus Südosteuropa und dem Osmanischen Reich - nach Bukarest insbesondere sephardische Juden, die nach 1492 aus Spanien und Portugal vertrieben worden waren. Mit dem 18. Jahrhundert wanderten zunehmend aschkenasische Juden aus der an das Habsburgerreich abgetretenen Bukowina, aus der Ukraine und Polen hierher aus. Im Jahr 1912 gab es in Bukarest 44.000 Juden, 1921 stieg ihre Zahl auf 70.000, 1941 auf 98.000 und erreichte nach dem Zweiten Weltkrieg 1948 den Höhepunkt von 150.000, um dann 1966 auf 15.000 zu fallen. Nach einer starken Abwanderung während des sozialistischen Regimes leben heute nur noch ca. 4.000 Juden in der Stadt, deren architektonisches Erbe bis auf wenige noch erhaltene Synagogen dezimiert wurde. Wir besichtigen in einem Vormittagsausflug das jüdische Stadtquartier und drei bemerkenswerte Synagogen. Anschließend wieder im Stadtzentrum, steht Ihnen der Nachmittag zur individuellen Erkundung zur Verfügung. Gemeinsames Abendessen im Hotel.

Samstag, 30.10.2021: Messegelände und Freilichtmuseum
Nach dem Frühstück bringt Sie der Bus zum Bukarester Messegelände mit spektakulären Bauten der Nachkriegsmoderne. Anschließend führt Sie eine Zeitreise in das Museul Satului/“Museum des Dorfes“, ein Freilichtmuseum mit translozierter Volksarchitektur aus ganz Rumänien sowie einem rustikalen Gasthaus, in dem Sie ein landestypisches Mittagessen einnehmen werden. Danach Transfer zum Flughafen Otopeni und Rückflug nach Deutschland.

  • Busfahrt im komfortablen Bus gehobener Klasse zu allen Besichtigungszielen nach Programm in Bukarest inkl. Flughafentransfer
  • Reiseleitung durch den Kunsthistoriker Arne Franke M.A.
  • zweite Reisebegleitung deutsch-rumänisch
  • 4x Übernachtung mit Halbpension in einem 3*-Stadthotel (z.B. Hotel Capitol)
  • 3x Mittagessen (Tellergericht) in ausgewählten Restaurants
  • alle Besichtigungen mit Führungen und Eintritten In Bukarest und Umgebung
  • Orts-/ Kurtaxe
  • Sicherungsschein für Pauschalreisen
  • Rundum-Service durch CarpeDiem Touristik

Nicht enthalten sind:
Weitere Mahlzeiten und Getränke, Trinkgelder, Ausgaben des persönlichen Bedarfs, individuelle Reiseversicherungen

Weiterhin sind im Reispreis KEINE Flüge von / nach Deutschland enthalten. Die Flugbuchung kann individuell erfolgen, sollte jedoch erst nach der Durchführungsgarantie der Reise gemacht werden. Mit Ablauf der Anmeldefrist entscheiden wir über die Durchführung (vorbehaltlich neuen Entwicklungen in der Corona-Pandemie).

HINWEIS: Für diese Reise gibt es eine Anmeldefrist bis 15.09.2021.
Danach werden die Flüge fest gebucht, vorher besteht keine Garantie.

Stadthotel Bukarest

  • Doppelzimmer
    1290 €
  • Einzelzimmer
    1440 €

Der aus Groß-Umstadt (Hessen) stammende Arne Franke studierte Kunstgeschichte mit den Nebenfächern klassische Archäologie und mittlere und neuere Geschichte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt/Main. Er spezialisierte sich auf architekturgeschichtliche und denkmalpflegerische Themen unter Professor Dr. Gottfried Kiesow, Professor Dr. Gerhard Eimer, Prof. Dr. Johannes Cramer und Dr. Elisabeth Herget.
Nach der politischen Wende wurde er stellvertretender Referatsleiter der Unteren Denkmalschutzbehörde in Görlitz.
1995 nahm er eine freiberufliche Tätigkeit auf und gründete das Bauforschungsbüro "Fundamenta Silesiae“, Berlin&Görlitz (u. a. bauhistorische Untersuchungen, Bestandsdokumentationen und denkmalpflegerische Betreuung zahlreicher denkmalgeschützter Bauten in Sachsen und Sachsen-Anhalt).
Seit 1998 ist er Honorardozent für Denkmalpflege, Kultur- und Kunstgeschichte am Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Überregional bekannt wurde Arne Franke als Buchautor und Ausstellungsmacher. Aufsehen erregte u. a. die Deutsch-Polnische Wanderausstellung "Das Tal der Schlösser und Gärten: Das Hirschberger Tal in Schlesien. Ein gemeinsames Kulturerbe“ für den Verein "Monumenta Silesiae“ e. V., Görlitz, in Zusammenarbeit mit dem Muzeum Karkonoskie (Riesengebirgsmuseum), Jelenia Góra/Hirschberg. Die Ausstellung, die u.a. in Berlin, Potsdam, Wrocław/Breslau, Jelenia Góra/Hirschberg, Dresden, Görlitz präsentiert werden konnte, befindet sich heute als Dauerausstellung im Schloss Lomnitz/Łomnica. Arne Franke ist Mitautor des gleichnamigen wissenschaftlichen Begleitkataloges. Für Konzeption und Projektleitung der deutsch-polnischen Wanderausstellung "Ein vergessenes Arkadien. Schlösser und Parkanlagen der ehemaligen Grafschaft Glatz“ zeichnet er sich ebenfalls verantwortlich.
Seit 2002 übt Arne Franke freiberufliche Autorentätigkeiten für diverse Verlage aus.
Seit 2010 ist er außerdem Honorardozent für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (Themen: u. a. Architekturgeschichte/Stilkunde) sowie der Freien Universität, Berlin zu den Themen "Schlesische Kulturgeschichte“, "Zisterzienser in Schlesien“, "Kirchenburgen in Siebenbürgen“ und "Kulturlandschaft Zips/Ostslowakei“.

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