+49 35 81 42 86 44
Wir beraten Sie gern persönlich
 
 

Reise ins östliche Oberschlesien - 7 Tage

Reise als PDF speichern Reise drucken
Buchungscode:
CDTMTF20+OKT01/2020
Reisetermin:
05.10.2020 - 11.10.2020
Preis:
ab 1280 € pro Person

Noch vor wenigen Jahren galt Oberschlesien, das im 19. Jahrhundert zum zweitgrößten Industrierevier des Deutschen Reiches avancierte, als wenig beachtetes Reiseziel in Polen. Doch mit dem Niedergang der Montanindustrie hat sich diese historisch von vielen Zäsuren geprägte Region zu einem Geheimtipp für Kulturreisende entwickelt. Wie auch Niederschlesien ist auch der östliche Teil des historischen Schlesiens durch eine sehr hohe Dichte an Adelssitzen, verbunden mit zum Teil weitläufigen Parkanlagen, charakterisiert. Insbesondere mit der Industrialisierung und dem damit verbundenen zunehmenden Wohlstand von Adel und Großbürgertum wurden zahlreiche Schlösser aufwändig umgebaut und vergrößert. Einige dieser befinden sich heute in ausgezeichnetem Zustand, einige werden derzeit restauriert und einer neuen Nutzung zugeführt. Im Zusammenspiel der Adelssitze mit den zum Teil zu Erlebnismuseen entwickelten ehemaligen Industrieanlagen lassen sich an dieser Vielzahl an Baudenkmalen die wechselhafte Geschichte dieses Brückenlandes zwischen Deutschland und Polen bestens erfahren.

Diese Studienreise konzentriert sich u. a. auch auf Ostoberschlesien, das mit dem größten Teil des Industriereviers mit Lublinitz/Lubliniec, Tarnowitz/Tarnowskie Góry und Königshütte/Chorzów nach der Volksabstimmung 1921 an Polen abgetreten wurde. Im deutschen Teil Oberschlesiens verblieben die Industriestädte Beuthen/ Bytom, das 1915 in Hindenburg umbenannte Zabrze sowie Gleiwitz/Gliwice, das durch den fingierten Überfall auf den Reichssender
1939 den Nationalsozialisten zur Rechtfertigung für den Angriff auf Polen dienen sollte. Im Zusammenspiel der Adelssitze mit den zum Teil zu Erlebnismuseen entwickelten ehemaligen Industrieanlagen lassen sich an der Vielzahl von Baudenkmalen die wechselhafte Geschichte dieses Brückenlandes zwischen Deutschland und Polen bestens erfahren.

Folgende Programmpunkte sind u. a. vorgesehen:
Mit dem Reisebus durchqueren wir die Niederlausitz und Niederschlesien - erster Besichtigungshalt ist das kurz vor der historischen Grenze zu Oberschlesien gelegene Herzogsschloss von Brieg/Brzeg , das mit seinem beeindruckenden Renaissance-Innenhof als "Schlesischer Wawel“ in die Literatur eingegangen ist. Nach dem Besuch des oberschlesischen "Schicksalsberg“, dem St. Annaberg/Góra Świętej Anny erreichen wir Gleiwitz/Gliwice , wo wir in einem guten Stadthotel vier Nächte logieren werden. In den nachfolgenden Tagen besichtigen wir u. a. die Schlösser Plawniowitz/Plawniowice (eh. von Ballestrem), Groß-Rauden/Rudy (ehem. Zisterienserkloster, Residenz Herzog v. Ratibor-Corvey/v. Hohenlohe-Schillingsfürst), Lubowitz/Łubowice (Ruine, Geburtsort von J. v. Eichendorff) Moschen/Moszna (v. Tiele-Winckler) und Pless/Psczyna (v. Hochberg-Pless, einziges Schloss in Schlesien mit originaler Ausstattung!) sowie die Städte Oberglogau/Glogówek (Schloss v. Oppersdorf/Beethovens 4.! + interessantes Stadtbild), Teschen/Cieszyn ("Teschener Schlesien“/geteilte Stadt CZ/PL, schöner Stadtkern, Schloss, romanische Rotunde und "Piastenturm“, Gnadenkirche, die ein wichtiges Zentrum der evangelisch-luth. Polen ist), Ratibor/Racibórz (u. a. Schloss mit "Sainte-Chapelle“ von Oberschlesien) sowie die oberschlesische Hauptstadt
Oppeln/Opole und die ostoberschlesische Metropole Kattowitz/Katowice (spektakuläres "Schlesisches Museum“ und Arbeitersiedlung "Nikischschacht“, die Anwärterin auf das UNESCOWeltkulturerbe ist).

  • Busrundreise im komfortablen Reisebus gehobener Klasse zu allen Besichtigungszielen nach Programm ab/an Berlin
  • Reiseleitung durch den Kunsthistoriker Arne Franke M.A.
  • Zweite Reisebegleitung deutsch-polnisch
  • 4x Übernachtung mit Halbpension im Hotel Diament Plaza Gleiwitz (05.-09.10.2020)
  • 2x Übernachtung mit Halbpension im Zamek Lubliniec (09.-11.10.2020)
  • 7x Mittagessen (Tellergericht) in ausgewählten Restaurants
  • Stadtführungen / Stadtrundgänge: Gleiwitz, Oppeln, Oberglogau, Neisse, Ratibor
  • Besichtigungen und Eintritte: Schloss Falkenberg, St. Annaberg, Schloss Peterwitz bei Neisse, Pfarrkirche Ottmachau, Jakobskirche Neisse, Schloss Oberglogau, Schloss Plawniowitz, Rundfunksender Gleiwitz, Schloss und Kloster Groß Rauden, Schloss Ratibor, Schlossruine Lubowitz, Schloss und Park Pless, Gnadenkirche Pless, Villa Caro, Schloss Moschen
  • Orts-/ Kurtaxe
  • Sicherungsschein für Pauschalreisen
  • Rundum-Service durch CarpeDiem Touristik

Nicht enthalten sind:
Weitere Mahlzeiten und Getränke, Trinkgelder, Ausgaben des persönlichen Bedarfs, individuelle Reiseversicherungen

Reise ins östliche Oberschlesien

Details
  • Doppelzimmer
    1280 €
  • Einzelzimmer
    1450 €

Reise ins östliche Oberschlesien

Hotel Diament Plaza Gliwice
Schlosshotel Zamek Lubliniec

Der aus Dieburg (Hessen) stammende Arne Franke studierte Kunstgeschichte mit den Nebenfächern klassische Archäologie und mittlere und neuere Geschichte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt/Main. Er spezialisierte sich auf architekturgeschichtliche und denkmalpflegerische Themen unter Professor Dr. Gottfried Kiesow, Professor Dr. Gerhard Eimer, Prof. Dr. Johannes Cramer und Dr. Elisabeth Herget.
Nach der politischen Wende wurde er stellvertretender Referatsleiter der Unteren Denkmalschutzbehörde in Görlitz.
1995 nahm er eine freiberufliche Tätigkeit auf und gründete das Bauforschungsbüro "Fundamenta Silesiae“, Berlin&Görlitz (u. a. bauhistorische Untersuchungen, Bestandsdokumentationen und denkmalpflegerische Betreuung zahlreicher denkmalgeschützter Bauten in Sachsen und Sachsen-Anhalt).
Seit 1998 ist er Honorardozent für Denkmalpflege, Kultur- und Kunstgeschichte am Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Überregional bekannt wurde Arne Franke als Buchautor und Ausstellungsmacher. Aufsehen erregte u. a. die Deutsch-Polnische Wanderausstellung "Das Tal der Schlösser und Gärten: Das Hirschberger Tal in Schlesien. Ein gemeinsames Kulturerbe“ für den Verein "Monumenta Silesiae“ e. V., Görlitz, in Zusammenarbeit mit dem Muzeum Karkonoskie (Riesengebirgsmuseum), Jelenia Góra/Hirschberg. Die Ausstellung, die u.a. in Berlin, Potsdam, Wrocław/Breslau, Jelenia Góra/Hirschberg, Dresden, Görlitz präsentiert werden konnte, befindet sich heute als Dauerausstellung im Schloss Lomnitz/Łomnica. Arne Franke ist Mitautor des gleichnamigen wissenschaftlichen Begleitkataloges. Für Konzeption und Projektleitung der deutsch-polnischen Wanderausstellung "Ein vergessenes Arkadien. Schlösser und Parkanlagen der ehemaligen Grafschaft Glatz“ zeichnet er sich ebenfalls verantwortlich.
Seit 2002 übt Arne Franke freiberufliche Autorentätigkeiten für diverse Verlage aus.

Seit 2010 ist er außerdem Honorardozent für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (Themen: u. a. Architekturgeschichte/Stilkunde) sowie der Freien Universität, Berlin zu den Themen "Schlesische Kulturgeschichte“, "Zisterzienser in Schlesien“, "Kirchenburgen in Siebenbürgen“ und "Kulturlandschaft Zips/Ostslowakei“.

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies.Mehr InfosOk