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Görlitz - Die architektonische Perle an der Neiße - 3 Tage

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Buchungscode:
CDTMTF21+NOV02/2021
Reisetermin:
05.11.2021 - 07.11.2021
Preis:
ab 549 € pro Person

Görlitz weist mit mehr als 4.000 eingetragenen Baudenkmalen eine der am besten erhaltenen Altstädte in ganz Deutschland auf. Strategisch günstig an der "Via Regia“ gelegen, erhielt die Stadt unter böhmischer, sächsischer und ab 1815 unter preußischer Herrschaft als eines der Handelszentren der Oberlausitz vielfältige architektonische Impulse, die sich in den Fassaden der Stadt widerspiegeln. Neben den beeindruckenden Sakralbauten sind es vor allem auch die stattlichen, im Innern reich ausgestatteten Wohnbauten - darunter die außergewöhnlichen Hallenhäuser des Handelspatriziats - die das kulturelle Erbe der Stadt definieren. Längst ist die Stadt aufgrund ihrer außergewöhnlich behutsam renovierten Bausubstanz aus Gotik, Renaissance, Barock und dem Historismus unter Fachleuten als "Denkmalstadt” bekannt und bewirbt sich aktuell um die Aufnahme in das UNESCO-Welterbe.

Freitag, 05.11.2021
Ihre Studienreise beginnt in Berlin. Fahrt durch das südliche Brandenburg und die Oberlausitz nach Görlitz, wo Sie gegen Mittag in das altstadtnahe 3*-Hotel "Am Goldenen Strauss“ einchecken. Oder Sie kommen direkt nach Görlitz und verlängern vielleicht Ihren Aufenthalt ganz individuell.
In den kommenden drei Tagen erkunden Sie auf unterschiedlichen Wegen die historische Altstadt, die geprägt ist durch mehrere Hundert Gebäude, deren Grundfesten bis auf die Gotik zurückgehen und deren Fassaden einem architektonischen Lehrbuch gleichen. In etlichen Häusern verstecken sich besondere "Schätze“, wie großzügige Eingangshallen, bemalte Holzbalkendecken der Renaissance sowie spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Wandmalereien - einige der Häuser werden Sie besichtigen können. Zudem sind die Kirchen ausgesprochen sehenswert, insbesondere die Pfarrkirche St. Peter und Paul, die als eine der größten Hallenkirchen des Ostens u. a. mit der spektakulären "Sonnenorgel“ aufwarten kann. Am späten Nachmittag besuchen Sie zudem das "Schlesische Museum“. Neben der Einführung in die Kulturgeschichte Schlesiens erleben Sie das exzellent restaurierte Ausstellungsgebäude, den "Schönhof“, der als ältester datierter Renaissanceprofanbau Deutschlands gilt. Individuelles Abendessen in einem der gemütlichen Restaurants der Altstadt und Übernachtung.

Samstag, 06.11.2021
Der folgende Tag beginnt mit der Besichtigung zweier Innenstadtkirchen sowie einer Führung durch die im 18. Jahrhundert angelegte Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften. Anschließend können Sie individuell die städtischen Sammlungen für Geschichte und Kultur erkunden, die sich in einem barocken Kaufherrnhaus mit reicher Ausstattung befindet. Nach dem Mittagessen fahren Sie zum ehemaligen Altersruhesitz des preußischen Kriegsministers Albrecht von Roon nach Krobnitz. Sein Schloss wurde nach 1989 zu einem Museum adaptiert, in dem Sie zunächst an einem Vortrag von Arne Franke zur Situation der Schlösser in Schlesien teilnehmen können. Nach der Besichtigung des Schlosses und einer individuellen Kaffeepause geht es zurück nach Görlitz. Dort besteht die Möglichkeit, im wunderbar restaurierten Gerhart-Hauptmann-Theater der Aufführung der "Oper Tosca“ von Giacomo Puccini beizuwohnen (Zusatzkosten). Individuelles Abendessen und Übernachtung

Sonntag, 07.11.2021
Ein weiterer Höhepunkt der Sakralbaukunst ist die 1911 fertiggestellte Synagoge der Stadt, die während der Reichskristallnacht, den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit fast unbeschadet überstanden hat. Nach umfangreicher Renovierung wird sie nun als "konfessionsübergreifende Kultur- und Begegnungsstätte“ genutzt. Der nachfolgende Spaziergang führt Sie entlang der Lausitzer Neiße, die die Altstadt von der einstigen Oststadt, dem heute polnischen Zgorzelec, trennt. Über die neu errichtete Altstadtbrücke promenieren Sie kurz auch auf der polnischen Seite der bis 1945 ungeteilten Stadt. Gegen Mittag besuchen Sie nochmals die Peterskirche, deren wunderbare Orgel um 12.00 Uhr zum Klingen kommt. Nach dem Mittagessen durchstreifen Sie die Nikolaivorstadt mit kleinen Handwerkerhäusern, der bemerkenswerten Nikolaikirche sowie dem gleichnamigen Friedhof, der seit dem 19. Jahrhundert nur noch als Parkanlage genutzt wird und mit zahlreichen barocken Grufthäusern und Grabdenkmälern ein ganz besonderes Ensemble sepulkraler Kunst darstellt. Zuletzt besichtigen Sie das "Heilige Grab“, eines der frühesten vermeintlich authentischen Kopien der Grabstätte Christi in Jerusalem, das als architektonisches Gesamtkunstwerk bereits im ausgehenden 15. Jahrhundert geschaffen wurde. Danach treten Sie die Rückfahrt nach Berlin an. Oder Sie verbringen noch ein wenig Zeit in Görlitz. Gern geben wir weitere Empfehlungen für Ausflüge in die nähere Umgebung.

  • Busrundreise im komfortablen (Klein-)Bus gemäß Gruppengröße ab/an Berlin
  • Reiseleitung durch den Kunsthistoriker Arne Franke M.A.
  • 2 Übernachtungen mit Frühstück im 3*-Hotel "Am Goldenen Strauss“ in Gorlitz
  • 3x Mittagessen (Tellergericht)
  • Stadtführung Görlitz
  • Führungen im Schlesischen Museum und in der Oberlausitzer Bibliothek der Wissenschaften
  • Besichtigungen / Eintritte: Schloss Krobnitz, Schlesisches Museum, Heiliges Grab, Synagoge, Nikolaikirche. Frauenkirche, Peterskirche mit Georgenkapelle und Orgelkonzert Orgel.Punkt12
  • Orts-/ Kurtaxe
  • Sicherungsschein für Pauschalreisen
  • Rundum-Service durch CarpeDiem Touristik

Nicht enthalten sind:
Weitere Mahlzeiten und Getränke, Trinkgelder, Ausgaben des persönlichen Bedarfs, individuelle Reiseversicherungen

HINWEIS: Bei eigener Anreise nach Görlitz gewähren wir einen Nachlaß auf den Reisepreis (Ermässigung der Busfahrt).

Am Goldenen Strauss

  • Einzelzimmer
    594 €

Preise

  • Doppelzimmer
    549 €

Abfahrtsorte

  • z.B. Berlin - Berlin - Bahnhof Südkreuz
    0 €

Der aus Groß-Umstadt (Hessen) stammende Arne Franke studierte Kunstgeschichte mit den Nebenfächern klassische Archäologie und mittlere und neuere Geschichte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt/Main. Er spezialisierte sich auf architekturgeschichtliche und denkmalpflegerische Themen unter Professor Dr. Gottfried Kiesow, Professor Dr. Gerhard Eimer, Prof. Dr. Johannes Cramer und Dr. Elisabeth Herget.
Nach der politischen Wende wurde er stellvertretender Referatsleiter der Unteren Denkmalschutzbehörde in Görlitz.
1995 nahm er eine freiberufliche Tätigkeit auf und gründete das Bauforschungsbüro "Fundamenta Silesiae“, Berlin&Görlitz (u. a. bauhistorische Untersuchungen, Bestandsdokumentationen und denkmalpflegerische Betreuung zahlreicher denkmalgeschützter Bauten in Sachsen und Sachsen-Anhalt).
Seit 1998 ist er Honorardozent für Denkmalpflege, Kultur- und Kunstgeschichte am Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Überregional bekannt wurde Arne Franke als Buchautor und Ausstellungsmacher. Aufsehen erregte u. a. die Deutsch-Polnische Wanderausstellung "Das Tal der Schlösser und Gärten: Das Hirschberger Tal in Schlesien. Ein gemeinsames Kulturerbe“ für den Verein "Monumenta Silesiae“ e. V., Görlitz, in Zusammenarbeit mit dem Muzeum Karkonoskie (Riesengebirgsmuseum), Jelenia Góra/Hirschberg. Die Ausstellung, die u.a. in Berlin, Potsdam, Wrocław/Breslau, Jelenia Góra/Hirschberg, Dresden, Görlitz präsentiert werden konnte, befindet sich heute als Dauerausstellung im Schloss Lomnitz/Łomnica. Arne Franke ist Mitautor des gleichnamigen wissenschaftlichen Begleitkataloges. Für Konzeption und Projektleitung der deutsch-polnischen Wanderausstellung "Ein vergessenes Arkadien. Schlösser und Parkanlagen der ehemaligen Grafschaft Glatz“ zeichnet er sich ebenfalls verantwortlich.
Seit 2002 übt Arne Franke freiberufliche Autorentätigkeiten für diverse Verlage aus.

Seit 2010 ist er außerdem Honorardozent für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (Themen: u. a. Architekturgeschichte/Stilkunde) sowie der Freien Universität, Berlin zu den Themen "Schlesische Kulturgeschichte“, "Zisterzienser in Schlesien“, "Kirchenburgen in Siebenbürgen“ und "Kulturlandschaft Zips/Ostslowakei“.

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