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Galizien & Bukowina - Stanislau, Czernowitz, Lemberg und Krakau - 8 Tage

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Buchungscode:
CDTMTF19+SEP03/2019
Reisetermin:
15.09.2019 - 22.09.2019
Preis:
ab 1095 € pro Person

Das heutige zwischen Polen und der Ukraine aufgeteilte Galizien ist ein Land mit langer Geschichte. Dabei gab es jedoch nie eine Einheit - weder in politischer, ethnischer oder konfessioneller Hinsicht. Gerade aber die jüdische, deutsche, ukrainische, polnische, armenische, ungarische und österreichische Vergangenheit Galizien zu einem hoch interessanten Reiseziel. Die heute zur Ukraine zählenden Städte Stanislau, Lemberg und die Galizien namensgebende Kleinstadt Halitsch zeigen stolz diese wechselvolle Geschichte Galiziens und laden zu Entdeckungen der besonderen Art ein, bei denen auch die deutschsprachige Literatur Galiziens, das Schtetl und die Shoah thematisiert werden. Auch die eindrucksvolle Weite der mit Buchen bewaldeten Bukowina ist Heimat einer multikulturellen Bevölkerung, die vor allem die historische Hauptstadt der Bukowina, Czernowitz, zu einem heute belebten Zentrum macht.
Aufgrund stetiger Nachfrage bieten wir diese Reise mittlerweile im zehnten Jahr an. Insbesondere vor dem Hintergrund der jüngsten Geschehnisse in der Ukraine möchten wir zudem Unterstützung leisten und Solidarität zeigen. Kommen Sie also mit auf unsere interessante Reise in die Westukraine durch Galizien und die Bukowina!

Ihr Reiseleiter, Zeit- und Osteuropa-Historiker Matthias Lempart, wird Sie versiert durch Polen und die Ukraine führen.

1. Tag: Dresden - Görlitz - Przemyśl

Sie beginnen Ihre Reise in Dresden oder in Görlitz und begeben sich mit unserem modernen Bus auf die Fahrt über Nieder- und Oberschlesien sowie dem polnischen Teil Galiziens nach Przemyśl. Unterwegs werden Sie die Möglichkeit haben, zu rasten.
Die Legende der galizischen Handelsmetropole Przemyśl wartet auf Entdeckung. Sie besichtigen die herrlich am Fuße der Karpaten gelegene Stadt mit ihren vielen historischen Stätten und Bauten. Ein ortskundiger Führer zeigt Ihnen die schönsten Ecken der Stadt. Sie bewundern die Altstadt mit der barocken St. Johannes-Kathedrale und die ehemalige größte Festung der Habsburger Monarchie. Anschließend kurze Fahrt zum Schlosshotel Krasiczyn, welches als Juwel der polnischen Renaissance- und manieristischen Architektur gilt. Abendessen im Hotelrestaurant und Übernachtung.

2. Tag: Przemyśl - Stanislau
Früh am Morgen fahren Sie über die Grenze zur Ukraine nach Iwano Frankiwsk. Die Stadt, 1662 als Stanislau gegründet, wurde 1962 nach dem Schriftsteller Iwan Franko umbenannt. Stanislau besitzt eine sehenswerte Altstadt, die in den Jahren nach der Unabhängigkeit der Ukraine nahezu vollständig renoviert wurde und seitdem in neuem Glanz strahlt. Sie werden mit einem Stadtführer die Stadt besichtigen (u. a. Ringplatz, ehem. armenische Kirche, ehem. Jesuitenkirche). Nach der Stadtführung werden Sie das Hotel im Herzen der Altstadt beziehen. Den Nachmittag haben Sie zur freien Verfügung. Abendessen im Hotelrestaurant und Übernachtung.

3. Tag: Stanislau - Czernowitz
Am heutigen Tag verlassen Sie Iwano Frankiwsk und fahren nach Czernowitz. Die Bukowina ist eine historische Landschaft östlich der Karpaten. Das dünn besiedelte Land ist heute für viele Reisende ein Geheimtipp. Die nördliche Hälfte, voller Wälder und Berge, gehört zur Ukraine und ist Teil des Bezirks Czernowitz. Die Stadt, auch Klein-Wien des Ostens genannt, ist die bedeutendste Stadt dieser Region.
Am Nachmittag erwartet Sie eine ortskundige Stadtführung. Durch die Hauptstadt der Bukowina weht der Hauch alter Zeiten mit Schmerz, Stolz und Gloria. In den vergangenen 600 Jahren verwoben sich hier unzählige Schicksale, Kulturen, Religionen und Herkünfte zu einem bunt gefaserten Teppich der Geschichte. Vieles hat die Stadt zu berichten. Erleben Sie jüdische, deutsche, ukrainische, polnische, armenische, ungarische und österreichische Vergangenheit in einer unverwechselbaren Mischung!
Sie beziehen Ihr 4-Sterne-Hotel im Stadtzentrum. Abendessen im Hotelrestaurant und Übernachtung.

4. Tag: Jüdisches Czernowitz & Literaturvortrag von Prof. Dr. Rychlo
Den Vormittag verbringen Sie in Czernowitz und nehmen am zweiten Teil der Stadtführung teil. Heute steht insbesondere die jüdische Vergangenheit der Stadt im Mittelpunkt Ihrer Besichtigungen. Sie besuchen dabei das Jüdische Museum und die Synagoge. Anschließend begeben Sie Sie sich auf die Spuren deutscher Literaten und begegnen dem mitunter fast vergessenen Wirken dieser Personen in Czernowitz.
Nach der Besichtigung der Universität sind Sie dann am Nachmittag auch zum Vortrag "Czernowitz als Topos der deutsch-jüdischen Literatursymbiose“ von Prof. Dr. Petro Rychlo - Mitarbeiter des Bukowina Instituts an der Universität Czernowitz - eingeladen. Entdecken Sie dabei die bedeutendsten Literaten dieser Stadt (P. Celan, R. Ausländer, G. von Rezzori, J. Gregor) in ihrem Aufbruch nach Europa. Danach haben Sie Zeit für eigene Erkundungen. Anschließend Abendessen in einem Altstadtrestaurant. Übernachtung im Hotel.

5. Tag: Czernowitz - Lemberg
Am heutigen Tag verlassen Sie Czernowitz und fahren mit einem kurzen Stopp im Burgstädtchen Halitsch, welches Galizien seinen Namen gab, nach Lemberg und nehmen dort an der "Lviv - Lemberg - Lwów - Polen, Juden, Ukrainer, Deutsche, Armenier - Traditionen in einer multikulturellen Stadt" - Stadtbesichtigung teil (teilweise mit Bus).
Lemberg gilt unter Kennern als eine der schönsten Städte überhaupt. Seit 1998 gehört die historische Altstadt, die neben Prag das größte Flächendenkmal Europas darstellt, zum Weltkulturerbe. Einst von Deutschen an der Via Regia gegründet, gehörte Lemberg im 20. Jahrhundert erst zu Polen und dann zur Ukraine. Bis zur Vernichtung durch die Nazis herrschte hier eine in Europa einzigartige jüdische Hochkultur. In der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg gehörte Lemberg zum österreichischen Macht- und Kulturbereich. Hier trafen und treffen sich zentrale europäische sowie fernöstliche Handelsstraßen und Einflüsse, die die Geschichte und Gegenwart der allmählich wieder aufstrebenden europäischen Metropole prägen.
Der Nachmittag steht Ihnen für eigene Erkundung frei. Danach Einchecken im Hotel. Abendessen im Hotelrestaurant.

6. Tag: Lemberg - Stadtführung, Ukrainischer Abend
Nach dem Frühstück erfolgt die Fortsetzung der Stadtführung in Lemberg - u. a. im Programm: Rynok, Besichtigung des Lyczakowski-Friedhofes - ein einzigartiges Denkmal der Kulturen und Religionen - eine Nekropole von Polen, Deutschen und Ukrainern und Spaziergang auf den jüdischen Spuren in Lemberg. Am Nachmittag haben Sie Zeit zur freien Verfügung.
Am Abend sind Sie als Gast zu einem regionalen Abend in einem ukrainischen Restaurant mit traditionellen Speisen und musikalischer Unterhaltung herzlich eingeladen! Übernachtung im Hotel.

7. Tag: Lemberg - Krakau
Heute nehmen Sie Abschied von Lemberg. Busfahrt über die Grenze zu Polen, dann Weiterfahrt bis nach Krakau. Krakau übt seit einiger Zeit eine magische Anziehungskraft auf Reisende aus aller Welt aus. Die Stadt mit ihrer über eintausendjährigen Geschichte versprüht eine einmalige Atmosphäre und zeigt sich als Kulturstadt ersten Ranges. Sie verfügt mit ihren unzähligen Renaissance- und Barockbauten sowie dem größten mittelalterlichen Marktplatz Europas über eine grandiose historische Kulisse. Bereits 1978 wurde Krakau von der UNESCO als erste Stadt Europas zum Weltkulturerbe erklärt und im Jahr 2000 war sie Europäische Kulturhauptstadt. Jahrhundertelang war Krakau Hauptstadt und Sitz der polnischen Könige, ein Ort, der große Gelehrte und Künstler aus der ganzen Welt anzog. Ihrem Talent und ihrer Phantasie verdankt man zahlreiche einzigartige Kunstschätze, in denen die wichtigsten Strömungen und Epochen der europäischen Kulturgeschichte zum Vorschein kommen. So sind beispielswiese der spätgotische Bildhauer Veit Stoß, der Astronom Kopernikus und vor allem auch Karol Wojtyla , besser bekannt als Papst Johannes Paul II., in ganz Krakau sehr präsent.
Nach der Ankunft nehmen Sie an einer Stadtbesichtigung mit einem ortskundigen Stadtführer unter dem Aspekt "Erzpolnisches Krakau - zwischen Rom, Wien und Nürnberg …“ teil. Die komplexe Bebauung zeugt von einer über 1000-jährigen Baugeschichte. Dabei finden sich Zeugnisse aus allen Stilepochen wie der Romanik, der Gotik, der Renaissance sowie des Barock.
Einchecken im Hotel. Abendessen im Hotelrestaurant und Übernachtung.

8. Tag: Heimreise
Nach dem Frühstück und mit vielen neuen Eindrücken verlassen Sie Polen und begeben sich auf die Heimreise. Sie werden viel zu erzählen haben!

  • Busrundreise im komfortablen Bus gemäß Gruppengröße zu allen Besichtigungszielen nach Programm
  • Deutschsprachige Reiseleitung
  • 7 x Übernachtung in landestypischen 3*-4* - Sterne-Hotels oder vergleichbaren Schlosshotels
  • 7 x Frühstücksbüfett
  • 6 x mind. 3-Gang Abendessen oder Büfett
  • 1 x Ukrainischer Abend mit regionalen Spezialitäten, traditioneller Musik und buntem Programm
  • Stadtführungen in Przemyśl, Stanislau, 2 x Czernowitz, 2 x Lemberg, Krakau
  • Eintritte und Besichtigungen: St. Johannes-Kathedrale in Przemyśl, ehem. Metropolitenresidenz mit Universität, Jüdisches Museum und Synagoge in Czernowitz, Lyczakowski-Friedhof und Armenische Kathedrale in Lemberg, Wawel-Burg und Marienkirche in Krakau
  • Vortrag im Deutschen Institut der Universität Czernowitz
  • Sicherungsschein für Pauschalreisen
  • Rundum-Service durch CarpeDiem Touristik

Nicht enthalten sind:
Weitere Mahlzeiten und Getränke, Trinkgelder, Ausgaben des persönlichen Bedarfs, individuelle Reiseversicherungen

Hotelübernachtung in 3* - 4* Hotels

  • Doppelzimmer
    1095 €
  • Einzelzimmer
    1280 €

Abfahrtsorte

  • z.B. Dresden - Dresden Flughafen
    0 €

Ihr Reiseleiter Matthias Lempart
Zeit- und Osteuropa-Historiker
Übersetzer und Reiseleiter

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