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Faszinierendes Transsilvanien - zu Städten und Kirchenburgen auf den Spuren der Siebenbürger Sachsen - 10 Tage

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Buchungscode:
CDTMTF19+OKT01/2019
Reisetermin:
19.10.2019 - 28.10.2019
Preis:
ab 1995 € pro Person

Durch kaum eine andere Region Europas wird der Choral Martin Luthers "Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen“ architektonisch so versinnbildlicht wie durch die im südlichen Siebenbürgen gelegene Kirchenburgenlandschaft. Geschaffen durch die seit dem späten 12. Jahrhundert in den Karpatenbogen eingewanderten "Siebenbürger Sachsen“ entstand diese infolge der osmanischen Bedrohung ab dem späten 14. Jahrhundert. Von den einst mehr als 300 Kirchenburgen prägen heute noch rund 150 dieser architektonischen Ensembles diese einmalige Kunstlandschaft. Sie besichtigen neben dem Weltkulturerbe-Dorf Deutsch-Weißkirch/Viscri und dem ehemaligen Bischofssitz in Birthälm/Biertan auch einige weniger bekannte, aber für die einstige oder heutige Entwicklung des Landes exemplarische Dörfer.
Nicht weniger faszinierend sind die Städte Siebenbürgens, insbesondere Hermannstadt/Sibiu, Kronstadt/Brașov und Schäßburg/Sighişoara, deren Architektur ein beredtes Abbild der kulturellen Leistungen der "Sachsen“ ist. Diesem Umstand trug auch die Ernennung von Hermannstadt zur "Kulturhauptstadt Europas“ im Jahre 2007 Rechnung.
Der Schwerpunkt der Studienreise unter der Leitung von Arne Franke, dem Autor zweier Kulturreiseführer zu Siebenbürgen liegt auf dem architektonischen Vermächtnis der "Siebenbürger Sachsen“, wobei zahlreiche beeindruckenden Persönlichkeiten, die sich für den Erhalt dieser Kulturlandschaft engagieren, ihre Projekte selbst vorstellen werden.

1. Tag: Anreise über Brünn und Budapest nach Szeged
Am ersten Tag werden Sie in Berlin und Dresden/Flughafen als zweiten möglichen Zustiegsort durch Ihren Reiseleiter Arne Franke empfangen. Sie fahren im komfortablen Reisebus über Brünn/Brno (CZ) - dort haben Sie eine kurze Mittagsrast - an Budapest vorbei durch die Puszta nach Szeged (HU), wo Sie am Abend eintreffen werden. Während der Reise wird Sie Herr Franke mit Hinweisen zu der Fahrtstrecke und vorbereitenden Vorträgen zur Geschichte und Kulturgeschichte Siebenbürgens informieren. Nach dem Check-In erfolgt das Abendessen im Hotel sowie die Übernachtung.

2. Tag: Grenzübertritt nach Rumänien und Rundgang durch Temeswar im Flachland von Banat
Nach dem Frühstück erfolgt der Check-Out. Danach bringt Sie der Bus in Richtung rumänische Grenze. Mit dem Grenzübertritt westlich von Arad erreichen Sie Rumänien und durchqueren zunächst das durch Landwirtschaft geprägte Flachland des Banat. Zum Mittag erreichen Sie Temeswar/Timișoara, die Hauptstadt der Region. Nach einem kurzen Rundgang durch die stark von ungarischen Jugendstil geprägten Innenstadt fahren Sie, zum Teil auf der neuen Autobahn A1 durch das Siebenbürgische Erzgebirge nach Hermannstadt/Sibiu. Nach dem Check-in im zentral gelegenen 4*Hotel Continental Forum und einer kurzen Erholungspause spazieren Sie zum Großen Ring zum Abendessen. Übernachtung im Hotel Continental Forum o.ä.

3. Tag: Stadtbesichtigung Hermannstadt und Besuch der Burgkirche Michelsberg sowie der Kirchenburg von Heltau
Nach dem Frühstück erkunden Sie in einem zweiten Stadtspaziergang die mittelalterlichen Verteidigungsanlagen der niemals durch äußere Feinde eingenommenen Stadt. Eine Führung durch das landeskirchliche Museum im Teutschhaus illustriert anschließend die Geschichte und Kulturgeschichte der ab dem 12. Jahrhundert aus Deutschland eingewanderten und seit der Reformation geschlossen zur evangelisch-lutherischen Konfession übergetretenen "Siebenbürger Sachsen“. Anschließend informiert Sie der Besuch in der evangelischen Kirche und das Gespräch mit dem Stadtpfarrer über die Situation der evangelischen Kirche im heutigen Rumänien. Nachmittags fahren Sie zur "Burgkirche“ in Michelsberg/Cisnadioara, einer kleinen, hochgelegenen Basilika, die weitgehend im originalen romanischen Zustand erhalten ist. Als wehrtechnische Erweiterung besichtigen Sie anschließend die ebenfalls aus einem romanischen Ursprungsbau hervorgegangene Kirchenburg von Heltau/Cisnadie. Am Abend essen Sie in einem Restaurant in der historischen Altstadt vom Hermannstadt. Übernachtung.

4. Tag: Stadtkirchenburg Mediasch mit Orgelkonzert - Kirchenburg Birthälm - Harbachtal - Vortrag der "Stiftung Kirchenburgen"
Nach dem Frühstück brechen Sie nach Mediasch/Mediaș auf und besichtigen dort die einzigartige Stadtkirchenburg mit üppiger Ausstattung, darunter einem spätgotischen Flügelaltar sowie einer barocken Orgel. Eine virtuose Organistin wird das wertvolle Instrument für Sie auch zum Klingen bringen und fachkundig erläutern. Nach einem kräftigenden Mittagessen in einem restaurierten Bauernhaus in Großkopisch/Copșa Mare besichtigen Sie die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Kirchenburg von Birthälm/Biertan, die bis in das 19. Jahrhundert Sitz des sächsischen Bischofs war. Die auf einem Hügel inmitten des Städtchens errichtete Kirchenburg zählt mit ihren starken Befestigungsanlagen und ihrer Hallenkirche mit spätgotischem Altar aus der Nachfolge des "Wiener Schottenmeisters“ und einer bereits auf der Pariser Weltausstellung ausgestellten Sakristeitüre zu den eindrucksvollsten Anlagen im südlichen Siebenbürgen. Im nahegelegenen Reichesdorf/Richiș besuchen Sie die evangelische Pfarrkirche, deren pittoreske gotische Architekturplastik uns der nicht weniger bemerkenswerte Kurator der Kirche erläutern wird. Durch das malerische Harbachtal erreichen Sie zuletzt das beschauliche Dorf Alzen/Alțâna mit einem außergewöhnlichen ethnographischen Museum. In der bewehrten Kirche können Sie jüngst freigelegte spektakuläre Wandmalereien aus der Gotik bewundern. Zurück in der Hermannstädter Altstadt, beschließt nach dem Abendessen ein Vortrag eines Vertreters der "Stiftung Kirchenburgen“ zur gegenwärtigen Situation der Kirchenburgenlandschaft den erlebnisreichen Tag. Danach Übernachtung.

5. Tag: Fahrt durch das Perșani-Gebirge nach Kronstadt um Burzenland
Nach dem Frühstück und dem Check-out in Hermannstadt führt Sie die Studienreise entlang der Südkarpaten nach Osten. Nach einem Spaziergang durch den in Revitalisierung begriffenen barocken Park von Freck/Avrig und der Besichtigung der Abteiruine von Kerz/Carta, der östlichsten Niederlassung des Zisterzienserordens fahren Sie nach Kleinschenk/Cincșor. Neben der Kirchenburg erwartet uns dort im exzellent restaurierten ehemaligen Schulhaus ein köstliches Mittagessen. Danach durchqueren Sie das Perșani-Gebirge und erreichen am Spätnachmittag die Metropole des Burzenlandes Kronstadt/Brașov. Nach dem Check-in im Hotel Armatti 3* o.ä. erkunden Sie die historische Altstadt. Entlang der mittelalterlichen Stadtbefestigung geht es u. a. - an der Schwarzen Kirche vorbei - zu der großen Synagoge (nur Außenbesichtigung) und zum Marktplatz. Das Abendessen findet in einem ungarischen Spezialitätenrestaurant statt. Danach Übernachtung.

6. Tag: Sommerresidenz der rumänischen Hohenzollernkönige in den Südkarpaten und Burganlage der Siebenbürger Sachsen "Draculaburg" in den Nordkarpaten
Am Morgen besichtigen Sie die "Schwarze Kirche“, das südöstlichste gotische Gotteshaus und Anfangspunkt der Reformation mit außergewöhnlicher Ausstattung, darunter der größten Kirchenorgel Rumäniens. Anschließend fahren Sie in die Südkarpaten hinein, zur ehemaligen Sommerresidenz der rumänischen Hohenzollernkönige in Sinaia. Nach einem Mittagessen in einem der einst mondänen Hotels der Stadt besuchen Sie die historistisch-pittoreske Schlossanlage, deren Erscheinungsbild wie auch die opulente Ausstattung durch die Architektur des Heimatlandes der Königsfamilie inspiriert wurde. Danach geht es durch die Karpaten wieder nach Norden zur einstige Zollfeste der Siebenbürger Sachsen von Törzburg/Bran. Sie besichtigen die hoch auf steilem Felsen erbaute Burganlage, die vor dem Zweiten Weltkrieg Sommersitz der rumänischen Königin Maria war. Wenn auch die Befestigung seit den 1980er Jahren touristisch als "Draculaburg“ vermarktet wird, vermittelt sie doch mit ihrer historischen Innenausstattung ein eindrückliches Bild der Adelskultur der Zwischenkriegszeit. Nach der Rückkehr nach Kronstadt essen Sie wiederum in einem der stilvollen Altstadt-Restaurants. Übernachtung.

7. Tag: Kirchenfestung Tartlau und das UNESCO-Welterbe Sachsendorf Deutsch Weißkirch - Fahrt nach Schäßburg
Vormittags führt Sie der Weg von Kronstadt zur "Kirchenfestung“ Tartlau/Prejmer, die u. a. auch wegen ihres exzellenten Erhaltungszustandes ebenfalls unter UNESCO-Schutz steht. Im Innern der Anlage illustrieren 274 hölzerne Wohnkammern das Leben im Belagerungsfall durch die osmanischen Truppen. Auf dem Weg nach Norden besuchen Sie mit Deutsch Weißkirch/Viscri ein typisches Sachsendorf, in dem sowohl die erhaltenen Siedlungsstrukturen als auch die Kirchenburg auf der UNESCO-Welterbeliste stehen. Nach der Besichtigung der Burg und einem ländlichen Mittagessen in einem der Sachsenhöfe bleibt ausreichend Zeit, um das malerische Dorf selbst zu erkunden. Abends erreichen Sie die UNESCO-geschützte Stadt Schäßburg/Sighișoara mit der stadtmauerumringten Oberstadt und der hochgelegenen Bergkirche. Hier nehmen Sie für zwei weitere Nächte Logis. Das Abendessen nehmen Sie im Hotel ein. Danach Übernachtung.

8. Tag: Stadtbesichtigung Schäßburg - Kirchenburg von Trappold - Armenisches Museum in Elisabethstadt - Kirchenburg und Abendessen im Herrenhaus von Malmkrog
Vormittags fahren Sie nach einer Stadtbesichtigung in Schäßburg noch einmal ins malerische Harbachtal, um dort die mustergültig restaurierte Kirchenburg von Trappold/Apold unter Führung des aus Berlin stammenden Burghüter zu besichtigen. Nach einem Buffet mit landestypischen Spezialitäten führt uns die Reise nach Elisabethstadt/Dumbrăveni, in der im späten 17. Jahrhundert Armenier angesiedelt wurden. Ein kleines armenisches Museum, untergebracht im ehemaligen Schloss der ungarischen Magnatenfamilie Apáfy, illustriert die Geschichte der armenischen Bewohner und damit wiederum auch die ethnische Vielfalt Siebenbürgens. Am Spätnachmittag besuchen Sie die Kirchenburg in Malmkrog/Mălâncrav mit bemerkenswerten gotischen Wandmalereien. Das Abendessen wird schließlich im stilvollen Rahmen in dem auf Initiative des britischen Thronfolgers Prinz Charles restaurierten Herrenhaus serviert. Danach ist die Rückfahrt nach Schäßburg. Übernachtung

9. Tag: Fahrt in die Metropole Nordsiebenbürgens Klausenburg - Stadtrundfahrt - Weiterfahrt nach Budapest
Von Schäßburg fahren Sie über Neumarkt am Mieresch/Târgu Mureș und Thorenburg/Turda in die nordsiebenbürgische Metropole Klausenburg/Cluj-Napoca. Eine Stadtrundfahrt mit kurzen Besichtigungsstopps bringt Sie zu den wichtigsten Baudenkmälern, u. a. die gotische St. Michaelskirche und das spätbarocke Palais der ungarischen Adelsfamilie Banffý. Nach dem Mittagessen überqueren Sie östlich von Debrecen die Grenze zu Ungarn und erreichen abends die ungarische Hauptstadt Budapest. Das Abendessen und die Übernachtung ist in einem Altstadthotel auf der Pester Seite.

10. Tag: Stadtrundfahrt zum Kennenlernen von Budapest - Heimreise nach Deutschland
Der Rückfahrtstag beginnt mit einem Frühstück und einer anschließenden kurzen Stadtrundfahrt durch die ungarische Metropole. Dem langen Rückweg nach Berlin geschuldet, werden Sie nur für einige Fotostopps an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Zeit haben. Über die Autobahn geht es anschließend durch das nördliche Ungarn nach Pressburg/Bratislava, die alte ungarische Krönungsstadt und heutige Hauptstadt der Slowakei. Nach einer kurzen Mittagspause setzen Sie die Fahrt auf der Autobahn über Prag und Dresden fort bis nach Berlin, wo Sie voraussichtlich gegen 22 Uhr ankommen werden.

  • Busrundreise im komfortablen Reisebus gehobener Klasse zu allen Besichtigungszielen nach Programm ab/an Berlin und Dresden
  • Reiseleitung durch den Kunsthistoriker Arne Franke M.A.
  • Zweite Reisebegleitung deutsch-rumänisch
  • 9 Übernachtungen in 3*-4*-Hotels mit Vollpension
  • Orgelvorführung in Margarethenkirche von Mediasch
  • Fachvortrag durch "Stiftung Kirchenburgen“
  • Stadtführungen / Stadtrundgänge: Temeswar, Hermannstadt, Kronstadt, Schässburg, Klausenburg, Budapest
  • Transilvania Card für alle Besichtigungen inkl. Eintritte in Siebenbürgen
  • Orts-/ Kurtaxe
  • Sicherungsschein für Pauschalreisen
  • Rundum-Service durch CarpeDiem Touristik

Nicht enthalten sind:
Weitere Mahlzeiten und Getränke, Trinkgelder, Ausgaben des persönlichen Bedarfs, individuelle Reiseversicherungen

Hotelübernachtung in 3* - 4* Hotels

  • Doppelzimmer
    1995 €
  • Einzelzimmer
    2245 €

Abfahrtsorte

  • z.B. Berlin - Berlin - Bahnhof Südkreuz
    0 €

Der aus Dieburg (Hessen) stammende Arne Franke studierte Kunstgeschichte mit den Nebenfächern klassische Archäologie und mittlere und neuere Geschichte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt/Main. Er spezialisierte sich auf architekturgeschichtliche und denkmalpflegerische Themen unter Professor Dr. Gottfried Kiesow, Professor Dr. Gerhard Eimer, Prof. Dr. Johannes Cramer und Dr. Elisabeth Herget.
Nach der politischen Wende wurde er stellvertretender Referatsleiter der Unteren Denkmalschutzbehörde in Görlitz.
1995 nahm er eine freiberufliche Tätigkeit auf und gründete das Bauforschungsbüro "Fundamenta Silesiae“, Berlin&Görlitz (u. a. bauhistorische Untersuchungen, Bestandsdokumentationen und denkmalpflegerische Betreuung zahlreicher denkmalgeschützter Bauten in Sachsen und Sachsen-Anhalt).
Seit 1998 ist er Honorardozent für Denkmalpflege, Kultur- und Kunstgeschichte am Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Überregional bekannt wurde Arne Franke als Buchautor und Ausstellungsmacher. Aufsehen erregte u. a. die Deutsch-Polnische Wanderausstellung "Das Tal der Schlösser und Gärten: Das Hirschberger Tal in Schlesien. Ein gemeinsames Kulturerbe“ für den Verein "Monumenta Silesiae“ e. V., Görlitz, in Zusammenarbeit mit dem Muzeum Karkonoskie (Riesengebirgsmuseum), Jelenia Góra/Hirschberg. Die Ausstellung, die u.a. in Berlin, Potsdam, Wrocław/Breslau, Jelenia Góra/Hirschberg, Dresden, Görlitz präsentiert werden konnte, befindet sich heute als Dauerausstellung im Schloss Lomnitz/Łomnica. Arne Franke ist Mitautor des gleichnamigen wissenschaftlichen Begleitkataloges. Für Konzeption und Projektleitung der deutsch-polnischen Wanderausstellung "Ein vergessenes Arkadien. Schlösser und Parkanlagen der ehemaligen Grafschaft Glatz“ zeichnet er sich ebenfalls verantwortlich.
Seit 2002 übt Arne Franke freiberufliche Autorentätigkeiten für diverse Verlage aus.

Seit 2010 ist er außerdem Honorardozent für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (Themen: u. a. Architekturgeschichte/Stilkunde) sowie der Freien Universität, Berlin zu den Themen "Schlesische Kulturgeschichte“, "Zisterzienser in Schlesien“, "Kirchenburgen in Siebenbürgen“ und "Kulturlandschaft Zips/Ostslowakei“.

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