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Das schlesische Elysium - Schlösser und Parkanlagen im Hirschberger Tal - 6 Tage

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Buchungscode:
CDTMTF20+OKT05/2020
Reisetermin:
Preis:
ab 1495 € pro Person

Das von der imposanten Landschaft des Riesengebirges begrenzte Hirschberger Tal mit seiner Vielzahl an Schlössern und Parkanlagen hatte seine Blütezeit im 19. Jahrhundert. Hier richteten das Hohenzollernhaus drei königliche Sommersitze ein, die u. a. durch die Architekten Schinkel und Stüler sowie den Gartenarchitekten Lenné entscheidend geprägt wurden und die Kulturlandschaft als "Schlesisches Elysium“ schon im 19. Jahrhundert überregional bekannt werden ließ.
Der Fokus der Studienreise liegt auf den Schloss- und Parkanlagen, die in Polen inzwischen als gemeinsames Kulturerbe von Deutschen und Polen respektiert und gepflegt werden. Dabei werden einige Schlosseigentümer selbst ihre Konzeptionen vorstellen und Ihnen einen spannenden Einblick in die Revitalisierung der Kulturlandschaft geben, die inzwischen unter nationalem Schutz steht.
Die durch den Architekturhistoriker und Buchautor Arne Franke geleitete Studienreise führt Sie in eine der reizvollsten Regionen Schlesiens, in der Sie neben den wichtigsten Schloss- und Parkanlagen auch die Stadt Hirschberg und den Kurort Bad Warmbrunn mit seiner gut erhaltenen evangelischen Bethauskirche erkunden werden. Zudem führt ein Tagesausflug über das Hirschberger Tal hinaus zur monumentalen Schlossanlage von Fürstenstein sowie der Klosteranlage von Grüssau und der unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes stehenden evangelischen Friedenskirche von Schweidnitz.

1. Tag: Über Görlitz, entlang des Isergebirges, ins Hirschberger Tal
Ihre Studienreise beginnt in Berlin oder Dresden. Fahrt durch die Oberlausitz nach Görlitz. Nach einem Mittagessen in einer regionaltypischen Gaststätte führt Sie Herr Franke zunächst durch die geschichtsträchtige Altstadt, um danach unter fachkundiger Führung das Schlesische Museum zu besuchen. Anschließend geht die Reise entlang des Isergebirges mit Zwischenaufenthalt in Bad Flinsberg ins Hirschberger Tal. Am frühen Abend Check-in im exponiert gelegenen Schlosshotel Paulinum mit einer spektakulären Aussicht auf die Schneekoppe. Nach einem kurzen Rundgang durch die Repräsentationsräume des einstigen Fabrikantensitzes speisen Sie im stilvoll möblierten Salon zu Abend. Übernachtung im Schlosshotel.

2. Tag: Hirschberg, eine Dichterresidenz und die Stabkirche Wang
Zunächst besichtigen Sie das Zentrum des Talkessels, die Stadt Hirschberg mit den für Schlesien typischen Ring/Marktplatz mit klassizistischem Rathaus und restaurierten Laubenhäusern. Ein Stadtspaziergang führt zu der üppig dekorierten Gnadenkirche, die nach 1707 für die evangelisch-lutherische Bevölkerung errichtet wurde. Nach dem Mittagessen in einem schön restaurierten Barockschloss in Schmiedeberg fahren Sie hinauf in das malerisch gelegene Agnetendorf. Der Dichterfürst Gerhart Hauptmann ließ sich hier nach 1900 eine repräsentative Villa errichten, die heute deutsch-polnische Begegnungsstätte und Museum ist. Danach geht es weiter hinauf ins Riesengebirge nach Krummhübel. Nach der Besichtigung der fast 900 Meter hoch gelegenen mittelalterlichen Stabholzkirche Wang, die 1841 hierher transloziert worden war, beschließen Sie den Tag mit einem Spaziergang durch den revitalisierten Landschaftspark und einem Abendessen in Schloss Stonsdorf. Anschließend Rückfahrt ins Schlosshotel Paulinum. Übernachtung im Schlosshotel.

3. Tag: Wohnturm und Piastenburg
Der dritte Studienreisetag versetzt Sie zurück in die Zeit der Ostkolonisation des 13. Jahrhunderts, als die polnischen Piastenherzöge Siedler aus dem Westen einluden, sich in Schlesien niederzulassen. Mit diesen kam auch die Baugattung des Wohnturmes als frühe Form adeliger Wohnsitze in das Land. Zu den besterhaltenen zählt heute der Wohnturm von Boberröhrsdorf, in dem sich die frühesten profanen Wandmalereien Polens entdecken lassen.
Das nächste Besichtigungsziel ist die barocke Schlossanlage von Lehnhaus, die zusammen mit der piastischen Burgruine von Lähn wiederum einen faszinierenden Blick auf die wechselvolle Geschichte des Oderlandes bietet. Nach einer Besichtigung der Schlossanlage unter Führung des Eigentümers und einem kräftigenden Mittagessen steigen Sie zu der jüngst restaurierten Burgruine auf, die als eine der ältesten Anlagen in Schlesien gilt.
Nur wenige Kilometer südlich von Lähn befinden sich in Matzdorf gleich zwei adelige Herrensitze, denen die Zeit nach 1945 übel mitgespielt hat. Doch inzwischen sind beide - das renaissancezeitliche Herrenhaus und das klassizistische Schloss - in guten privaten Händen und werden derzeit restauriert. Eine kurze Baustellenbesichtigung illustriert die Rettung der beiden Gebäude. Das Abendessen nehmen Sie in dem 1822 durch den Bruder König Friedrich Wilhelms III. als Sommerresidenz erworbenen Schloss Fischbach ein. Anschließend Rückfahrt ins Schlosshotel Paulinum. Übernachtung im Schlosshotel.

4. Tag: Das "Schlesische Elysium"
Der heutige Exkursionstag konzentriert sich auf die Schlossanlagen des Hirschberger Talkessels, deren Blütezeit im 19. Jahrhundert lag, als zahlreiche Adelsfamilien die traumhafte Lage am Fuße des Riesengebirges als Sommersitze erkoren. Zum Auftakt spazieren Sie durch den englischen Landschaftspark der Schlossanlage von Schildau. Das Schloss, ebenso als Sommersitz der Hohenzollern auserkoren, ist heute ebenfalls ein florierendes Schlosshotel.
Anschließend besichtigen Sie Schloss Lomnitz, das nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs“ als einer der ersten Adelssitze in Schlesien durch eine deutsche Eigentümerfamilie vorbildlich restauriert wurde. Die längst weit über die Grenzen Schlesiens bekannte Schlossanlage wird heute als Museum, Kulturzentrum und Hotel genutzt.
Nach dem Mittagessen im "Alten Pferdestall“ geht die Fahrt nach Buchwald. Ein ausgiebiger Spaziergang durch den von Graf Friedrich Wilhelm von Reden und seiner Gattin Friederike angelegten Landschaftspark ermöglicht reizvolle Ausblicke auf das nahe Riesengebirge.
Nicht weit von diesem entfernt liegt das 1830 vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. als Sommersitz eingerichtete Schloss Erdmannsdorf. Mit einem Spaziergang durch den von Peter Joseph Lenné angelegten Landschaftspark erreichen Sie die von Karl Friedrich Schinkel erbaute Schlosskirche und werfen zuletzt einen Blick auf die Dorfanlage der nach 1835 hier angesiedelten Zillertaler Glaubensflüchtlinge.
Anschließend besichtigen Sie die Heß´sche Bleiche in Wernersdorf, ein schlossartiges frühindustrielles Manufakturgebäude mit ausgesprochen repräsentativen Innenräumen. Nach einem opulenten Abendessen reisen Sie zurück ins Schlosshotel nach Hirschberg. Übernachtung

5. Tag: Über den Rand des Hirschberger Tals hinaus...
Nach einem üppigen Frühstück führt die Reise über den Landeshuter Kamm nach Westen. Zunächst besuchen Sie die barocke ehemalige Zisterzienserabtei von Grüssau. Neben der überreich ausgeschmückten Klosterkirche beeindruckt die durch den bedeutendsten Barockmaler Schlesiens Michael Willmann freskierte Josephskirche sowie das Mausoleum der Schweidnitzer Piastenherzöge.
Das Mittagessen nehmen Sie in der einstigen Remise des Schlosses Adelsbach ein. In dem ebenfalls "in restauro“ befindlichen Adelssitz wurden kürzlich spektakuläre Wandmalereien der Renaissance aufgedeckt. Während der Schlossbesichtigung - geführt wiederum durch den Eigentümer - werden Sie vielleicht dem Restaurator bei der Rettung der Kunstwerke über die Schulter schauen können.
Danach besichtigen Sie eine der bedeutendsten Residenzen Schlesiens. Hoch über dem Tal des Flüsschens Polsnitz erhebt sich die Schlossanlage von Fürstenstein, deren Ursprünge als wehrhafte Burg bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Im 16. und 18. Jahrhundert zu einer Schlossanlage umgebaut, erlangte sie durch eine großzügige Erweiterung zu Anfang des 20. Jahrhunderts schließlich ihr heutiges Erscheinungsbild. Unter der aus dem englischen Hochadel stammenden Fürstin Daisy von Hochberg-Pless avancierte die Anlage zu einer der mondänsten Residenzen Deutschlands. Nach 1939 durch den nationalsozialistischen Staat konfisziert, wurde der Adelssitz unter weitgehender Zerstörung der historischen Ausstattung zum "Gästehaus Waldwiese“ mit bis heute ungeklärter Nutzung umgebaut - jedoch in den 1970er Jahren durch polnische Restauratoren weitgehend wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt.
Nahebei befindet sich in der Stadt Schweidnitz eine der beiden erhalten gebliebenen, nach 1652 errichteten evangelischen Friedenskirchen. Diese entfaltet im Innern eine für protestantische Gotteshäuser eher ungewöhnliche Pracht, die nur durch die Unterdrückung des Glaubens und den Wunsch nach Schaffung eines Gegenpols zum Katholizismus zu erklären ist. Aufwändig wurde dieser weltgrößte Fachwerkbau in den letzten Jahren mit deutscher Unterstützung restauriert. Als krönender Abschluss wurde der Friedenskirche 2001 die Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes zuteil. Rückfahrt nach Hirschberg, Abendessen und Übernachtung im Schlosshotel.

6. Tag: Bad Warmbrunn - die Perle des Hirschberger Tals
Den letzten Vormittag der Reise verbringen Sie in dem bereits im 13. Jahrhundert erwähnten Kurort Bad Warmbrunn. Zunächst besichtigen Sie die ehemalige Zisterzienserpropstei als Keimzelle des ältesten Kurorts Schlesiens. Das neu eingerichtete Museum vertieft Ihre Kenntnisse um die einst reichen Kunstsammlungen der Grafen Schaffgotsch und weckt mit seiner multimedialen Installation zu schlesischen Fresken vielleicht Ihre Lust auf weitere Entdeckungen in Schlesien. Nach dem kurzen Besuch der als Dependance des Breslauer Polytechnikums genutzten ehemaligen Residenz der Grafen und einem stärkenden Mittagessen wird Sie der Pastor der evangelischen Bethauskirche über die Situation der Lutheraner in Schlesien informieren. Am frühen Nachmittag geht es zurück über Dresden nach Berlin.

  • Busrundreise im komfortablen Reisebus zu allen Besichtigungszielen nach Programm ab/an Berlin, Dresden oder Görlitz
  • Reiseleitung durch den Kunsthistoriker Arne Franke M.A.
  • Zweite Reisebegleitung deutsch-polnisch
  • 5x Übernachtung im Schlosshotel Paulinum mit Frühstück
  • 5x Abendessen (3-Gang-Menü) in verschiedenen Schlossrestaurants
  • 6x Mittagessen (Tellergericht) in (Schloss-)Restaurants
  • Stadtführungen / Stadtrundgänge: Görlitz, Bad Flinsberg. Hirschberg, Bad Warmbrunn
  • Besichtigungen inkl. Eintritte: Schlesisches Museum Görlitz, Schloss Fischbach, Wohnturm Boberröhrsdorf, Schloss- und Burganlage Lehnhaus, Schloss und Park Matzdorf, Park Schloss Schildau, Schloss Lomnitz, Park Schloss Buchwald, Schloss Erdmannsdorf, Schloss Wernersdorf, Gnadenkirche Hirschberg, Kirche Wang, Gerhart-Hauptmann-Haus Schloss Stonsdorf, Kloster Grüssau, Schloss Adelsbach, Schloss Fürstenstein, Friedenskirche Schweidnitz, Bethaus und Schloss Bad Warmbrunn
  • Orts-/Kurtaxe
  • Sicherungsschein für Pauschalreisen
  • Rundum-Service durch CarpeDiem Touristik

Nicht enthalten sind:
Weitere Mahlzeiten und Getränke, Trinkgelder, Ausgaben des persönlichen Bedarfs, individuelle Reiseversicherungen.

Schlosshotel Paulinum

Details
  • Doppelzimmer
    1495 €
  • Einzelzimmer
    1670 €

Abfahrtsorte

  • z.B. Berlin - Berlin - Bahnhof Südkreuz
    0 €

Schlosshotel Paulinum

Herbstliche Parklandschaft um das Schloss Paulinum

Das Schlosshotel ist mitten im Grünen gelegen, aber nahe der Stadt Hirschberg, und strahlt einerseits ein gediegen-rustikales und andererseits ein freundlich-romantisches Ambiente aus.
Der Hirschberger Industrielle Richard von Kramsta ließ sich die stattliche Residenz in den 1870er Jahren auf dem Kreuzberg nahe der Hirschberger Altstadt errichten. Gleichzeitig entstand ein ausgedehnter Landschaftspark rund um das Schlösschen, der noch heute zu langen Spaziergängen einlädt. Von der Anlage aus eröffnet sich zudem ein wunderschöner Blick auf das nahe Riesengebirge.
Das liebevoll restaurierte Gebäude bietet seinen Gästen 29 Zimmer und Appartements, alle im edlen Stil des späten 19. Jahrhunderts eingerichtet. Zu den schönsten Räumen zählt der Danziger Salon mit seinem prachtvoll gedrechselten Mobiliar aus der Hansestadt, der heute für stilvolle Festessen genutzt wird. Im hauseigenen SPA & Wellnesszentrum können Hotelgäste bei exotischen Ritualen bestens entspannen.

Von hier aus genießen Sie eine ideale Ausgangslage für Ihre täglichen Besichtigungstouren!

Der aus Dieburg (Hessen) stammende Arne Franke studierte Kunstgeschichte mit den Nebenfächern klassische Archäologie und mittlere und neuere Geschichte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt/Main. Er spezialisierte sich auf architekturgeschichtliche und denkmalpflegerische Themen unter Professor Dr. Gottfried Kiesow, Professor Dr. Gerhard Eimer, Prof. Dr. Johannes Cramer und Dr. Elisabeth Herget.
Nach der politischen Wende wurde er stellvertretender Referatsleiter der Unteren Denkmalschutzbehörde in Görlitz.
1995 nahm er eine freiberufliche Tätigkeit auf und gründete das Bauforschungsbüro "Fundamenta Silesiae“, Berlin&Görlitz (u. a. bauhistorische Untersuchungen, Bestandsdokumentationen und denkmalpflegerische Betreuung zahlreicher denkmalgeschützter Bauten in Sachsen und Sachsen-Anhalt).
Seit 1998 ist er Honorardozent für Denkmalpflege, Kultur- und Kunstgeschichte am Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Überregional bekannt wurde Arne Franke als Buchautor und Ausstellungsmacher. Aufsehen erregte u. a. die Deutsch-Polnische Wanderausstellung "Das Tal der Schlösser und Gärten: Das Hirschberger Tal in Schlesien. Ein gemeinsames Kulturerbe“ für den Verein "Monumenta Silesiae“ e. V., Görlitz, in Zusammenarbeit mit dem Muzeum Karkonoskie (Riesengebirgsmuseum), Jelenia Góra/Hirschberg. Die Ausstellung, die u.a. in Berlin, Potsdam, Wrocław/Breslau, Jelenia Góra/Hirschberg, Dresden, Görlitz präsentiert werden konnte, befindet sich heute als Dauerausstellung im Schloss Lomnitz/Łomnica. Arne Franke ist Mitautor des gleichnamigen wissenschaftlichen Begleitkataloges. Für Konzeption und Projektleitung der deutsch-polnischen Wanderausstellung "Ein vergessenes Arkadien. Schlösser und Parkanlagen der ehemaligen Grafschaft Glatz“ zeichnet er sich ebenfalls verantwortlich.
Seit 2002 übt Arne Franke freiberufliche Autorentätigkeiten für diverse Verlage aus.

Seit 2010 ist er außerdem Honorardozent für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (Themen: u. a. Architekturgeschichte/Stilkunde) sowie der Freien Universität, Berlin zu den Themen "Schlesische Kulturgeschichte“, "Zisterzienser in Schlesien“, "Kirchenburgen in Siebenbürgen“ und "Kulturlandschaft Zips/Ostslowakei“.

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