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Das Hirschberger Tal in Schlesien und die Grafschaft Glatz - Mit Arne Franke auf Adels Spuren durch die nördliche Sudetenregion - 6 Tage

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Buchungscode:
CDTMTF19+MAI02/2019
Reisetermin:
16.05.2019 - 21.05.2019
Preis:
ab 1195 € pro Person

Die durch den Architekturhistoriker und Buchautor Arne Franke geleitete Studienreise führt in zwei ähnlich strukturierte Kulturlandschaften mit reichem architektonischem Erbe, die heute dennoch sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Während das im 19. Jahrhundert bereits als "Schlesisches Elysium“ bekannte Hirschberger Tal inzwischen viele begeisterte Besucher verzeichnet und prosperiert, blieb die einst zu Böhmen gehörende ehemalige Grafschaft Glatz bisher - unverdient - weitgehend unbekannt.
Im frühen 20. Jahrhundert wegen seiner zahlreichen Kurbäder als "Gesundbrunnen Deutschlands“ bekannt, haben sich zudem rund 80 Burgen, Schlösser und Herrenhäuser mit zum Teil weitläufigen Parkanlagen von teilweise überregionaler Bedeutung erhalten. Leider stehen viele der einstigen Adelssitze leer und harren im Dämmerschlaf ihrer Neubelebung. Dass dies gelingen kann, zeigen einige engagierte Schlosseigentümer, die auf dieser Reise ihre Konzeptionen persönlich vorstellen werden.
Von hier aus durchqueren Sie das Waldenburger Bergland und gelangen ins Hirschberger Tal, einer der reizvollsten Regionen Schlesiens. Mit dem angrenzenden Riesengebirge wurde es schon im späten 18. Jahrhundert ein beliebtes Reiseziel, das bis heute durch Schlösser, Parks und Herrenhäuser geprägt ist. Auch hier haben viele der Bauten den Krieg und die Zeit des Sozialismus überstanden, darunter allein drei Sommerresidenzen der preußischen Könige aus dem 19. Jahrhundert. Neben dem Besuch fertig sanierter und im Wiederaufbau begriffener Anlagen diskutieren Sie auch mit einigen der Eigentümer über die bemerkenswerten Revitalisierungskonzepte, die in den letzten Jahren zu einer wahren Renaissance der Region beitrugen.

1. Tag: Durch Niederschlesien in die Grafschaft Glatz

Ihre Studienreise beginnt in Berlin (mit Zusteigemöglichkeit Dresden/Flughafen und Görlitz). Das erste Reiseziel, das Sie gegen Mittag erreichen, ist die alte Herzogsstadt Jauer/Jawor, die überregional durch die nach 1648 errichtete Friedenskirche bekannt ist. Sie besichtigen das unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes stehende, üppig ausgestattete Fachwerk-Gotteshaus.
Anschließend führt Sie eine abwechslungsreiche Fahrtstrecke durch das Waldenburger Bergland in die Grafschaft Glatz. Nach einer Führung durch die zentral gelegene Hauptstadt Glatz/Kłodzko erreichen Sie am frühen Abend das komfortable Schlosshotel Zamek na Skale in Kunzendorf/Trzebieszowice - Ihr Logis für die kommenden beiden Nächte. Abendessen und Übernachtung.

2. Tag: Schlösser und Herrenhäuser des Glatzer Landes

Ihre heutige Exkursion beginnt mit dem Besuch des im Wiederaufbau befindlichen Herrenhauses von Mittelsteine/Ścinawka Średnia, das nach Verwahrlosung und Zerstörung durch einen Orkan zu einer völligen Ruine wurde. Der Eigentümer selbst wird das Gebäude vorstellen und Ihnen bemerkenswerte Einblicke in das Baugeschehen vermitteln.
Nur wenige Kilometer weiter erhebt sich über dem Tal der Steine die imposante Schlossanlage von Scharfeneck/Sarny, die bis vor wenigen Jahren ebenfalls dem Untergang geweiht war, nun aber durch polnische Investoren gerettet wird. Sie besichtigen die Baustelle und die barock freskierte Schlosskapelle. Nach dem Mittagessen im Schlosscafé besuchen Sie das "Glätzische Jerusalem“, den Wallfahrtsort Albendorf/Wambierzyce mit seiner imposanten barocken Marienkirche und dem von Kapellen und Wegestationen geprägten Kalvarienberg.
Den Nachmittag verbringen Sie in der Schlossanlage von Grafenort/Gorzanów, die zu den größten und kunsthistorisch bedeutendsten Anlagen in Schlesien zählt. Auch diese Anlage stand bis vor wenigen Jahren leer, wird aber gleichfalls nun restauriert. Sie erkunden das Schlossinnere mit reichen Stuckaturen, Wandmalereien und einem kleinen Schlosstheater, das bereits im Herbst 2018 eröffnet werden konnte.
Nach einer Kaffeepause am Kamin Rückfahrt zum Schlosshotel. Abendessen und Übernachtung.

3. Tag: Durch das Waldenburger Bergland ins Hirschberger Tal

Nach einem üppigen Frühstück führt die Reise ins Waldenburger Bergland zu einer der bedeutendsten Residenzen Schlesiens. Hoch über dem Tal des Flüsschens Polsnitz erhebt sich die Schlossanlage von Fürstenstein/Książ, deren Ursprünge als wehrhafte Burg bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Im 16. und 18. Jahrhundert zu einer Schlossanlage umgebaut, erlangte sie durch eine großzügige Erweiterung zu Anfang des 20. Jahrhunderts schließlich ihr heutiges Erscheinungsbild. Unter der aus dem englischen Hochadel stammenden Fürstin Daisy von Hochberg-Pless avancierte die Anlage zu einer der mondänsten Residenzen Deutschlands. Nach 1939 durch den nationalsozialistischen Staat konfisziert, wurde der Adelssitz unter weitgehender Zerstörung der historischen Ausstattung zum "Gästehaus Waldwiese“ mit bis heute ungeklärter Nutzung umgebaut. Nach dem Mittagessen in einem weiteren "in restauro“ befindlichen Adelssitz, dem Schloss Adelsbach/Struga besichtigen Sie die barocke Zisterzienserabtei von Grüssau/Krzeszów. Hier besichtigen Sie die opulent ausgeschmückte Klosterkirche, die durch den bedeutendsten Barockmaler Schlesiens Michael Willmann freskierte Josephskirche sowie das Mausoleum der Schweidnitzer Piastenherzöge.
Abends erreichen Sie das 2016 eröffnete, luxuriöse Schlosshotel Fischbach/Karpniki. Nach einem kurzen Rundgang durch die Repräsentationsräume des einstigen Hohenzollern-Sommersitzes essen Sie unter gotischen Gewölben zu Abend. In den folgenden drei Nächten logieren Sie in der prinzlichen Anlage.

4. Tag: Das "Schlesische Elysium“

Die folgenden beiden Reisetage widmen sich fast gänzlich den Adelssitzen des Hirschberger Tals. Doch zuvor fahren Sie hinauf zur "Kirche Wang“, einer Mitte des 19. Jahrhunderts translozierten und in Krummhübel/Karpacz wiederaufgebauten norwegischen Stabkirche, die noch heute als evangelisches Gotteshaus in Funktion ist. Anschließend besichtigen Sie die Heß´sche Bleiche in Wernersdorf/Pakoszow, ein schlossartiges frühindustrielles Manufakturgebäude mit repräsentativen Innenräumen. Nach einem Besuch im "Haus Wiesenstein“ des "Dichterfürsten“ Gerhart Hauptmann in Agnetendorf/Jagniątków statten Sie dem evangelischen Bethaus von Bad Warmbrunn/Cieplice und dem Park des klassizistischen Residenzschlosses der Grafen von Schaffgotsch einen Besuch ab. Sie beschließen den Tag mit einem Abendessen in Schloss Stonsdorf/Staniszów. Anschließend Fahrt ins Schlosshotel Fischbach.

5. Tag: Das "Schlesische Elysium“

Sie beginnen den Ausflugstag mit einem Spaziergang durch den Ende des 18. Jahrhunderts durch den Grafen Friedrich Wilhelm von Reden angelegten Schlosspark von Buchwald/Bukowiec.
Nicht weit von diesem entfernt liegt das in einen von Peter Joseph Lenné angelegten Schlosspark eingebettete königliche Sommerschloss der Hohenzollern in Erdmannsdorf/Mysłakowice.
Nach dem Mittagessen unternehmen Sie einen Spaziergang durch die Stadt Hirschberg/Jelenia Góra mit seiner einst evangelischen Gnadenkirche und den für Schlesien typischen Ring mit klassizistischem Rathaus und restaurierten Laubenhäusern.
Zuletzt besichtigen Sie die Schlossanlage von Lomnitz/Łomnica, die als eine der ersten Schlossanlagen nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs“ durch eine deutsche Eigentümerfamilie vorbildlich restauriert wurde und heute als Hotel und Kulturzentrum weit über die schlesischen Grenzen Schlesiens bekannt ist.
Von hier aus sind es nur wenige Kilometer zurück zum Schlosshotel in Fischbach/Karpniki.

6. Tag: Wohnturm und Piastenburg

Der letzte Studienreisetag bringt Sie zurück in die Zeit der Ostkolonisation, als die polnischen Piastenherzöge Siedler aus dem Westen einluden, sich in Schlesien niederzulassen. Mit diesen kam auch die Baugattung des Wohnturmes als frühe Form adeliger Wohnsitze in das Land. Zu den besterhaltenen zählt heute der Wohnturm von Boberröhrsdorf/Siedlęcin, in dem sich die frühesten profanen Wandmalereien Polens entdecken lassen.
Das letzte Besichtigungsziel ist die barocke Schlossanlage von Lehnhaus/Lenno Zamek, die mit der piastischen Burgruine von Lähn/Wleń nochmals Einmaliges bietet. Nach einer ausgiebigen Besichtigung unter Führung des Schlosseigentümers und einem abschließenden Mittagessen treten Sie mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an. Zuhause angekommen werden Sie viel zu berichten haben.

  • Busrundreise im komfortablen Reisebus zu allen Besichtigungszielen nach Programm ab/an Berlin, Dresden oder Görlitz
  • Reiseleitung durch den Kunsthistoriker Arne Franke M.A.
  • Zweite Reisebegleitung deutsch-polnisch
  • 5 Übernachtung in den Schlosshotels Zamek na Skale und Zamek Karpniki mit Vollpension
  • Stadtführungen / Stadtrundgänge: Glatz, Bad Warmbrunn, Hirschberg
  • Besichtigungen inkl. Eintritte: Friedenskirche in Jauer, Kirche Maria Himmelfahrt in Glatz, Hauptmannhof in Mittelsteine, Schloss Scharfeneck, Wallfahrtskirche und Krippe in Albendorf, Schloss Adelsbach, Schloss Fürstenstein, Kloster Grüssau, Schloss Grafenort, Kirche Wang, Schloss Wernersdorf, Gerhart-Hauptmann-Haus, Bethaus in Bad Warmbrunn, Gnadenkirche in Hirschberg, Schloss Lomnitz, Wohnturm von Boberröhrsdorf, Schlossanlage von Lehnhaus
  • Orts-/Kurtaxe
  • Sicherungsschein für Pauschalreisen
  • Rundum-Service durch CarpeDiem Touristik

Nicht enthalten sind:
Weitere Mahlzeiten und Getränke, Trinkgelder, Ausgaben des persönlichen Bedarfs, individuelle Reiseversicherungen.

Das Hirschberger Tal in Schlesien und die Grafschaft Glatz - Mit Arne Franke auf Adels Spuren durch die nördliche Sudetenregion

Details
  • Doppelzimmer
    1195 €
  • Einzelzimmer
    1320 €

Abfahrtsorte

  • z.B. Berlin - Berlin - Bahnhof Südkreuz
    0 €

Das Hirschberger Tal in Schlesien und die Grafschaft Glatz - Mit Arne Franke auf Adels Spuren durch die nördliche Sudetenregion

Schlosshotel Zamek Karpniki
Schlosshotel Zamek na skale

Der aus Dieburg (Hessen) stammende Arne Franke studierte Kunstgeschichte mit den Nebenfächern klassische Archäologie und mittlere und neuere Geschichte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt/Main. Er spezialisierte sich auf architekturgeschichtliche und denkmalpflegerische Themen unter Professor Dr. Gottfried Kiesow, Professor Dr. Gerhard Eimer, Prof. Dr. Johannes Cramer und Dr. Elisabeth Herget.
Nach der politischen Wende wurde er stellvertretender Referatsleiter der Unteren Denkmalschutzbehörde in Görlitz.
1995 nahm er eine freiberufliche Tätigkeit auf und gründete das Bauforschungsbüro "Fundamenta Silesiae“, Berlin&Görlitz (u. a. bauhistorische Untersuchungen, Bestandsdokumentationen und denkmalpflegerische Betreuung zahlreicher denkmalgeschützter Bauten in Sachsen und Sachsen-Anhalt).
Seit 1998 ist er Honorardozent für Denkmalpflege, Kultur- und Kunstgeschichte am Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Überregional bekannt wurde Arne Franke als Buchautor und Ausstellungsmacher. Aufsehen erregte u. a. die Deutsch-Polnische Wanderausstellung "Das Tal der Schlösser und Gärten: Das Hirschberger Tal in Schlesien. Ein gemeinsames Kulturerbe“ für den Verein "Monumenta Silesiae“ e. V., Görlitz, in Zusammenarbeit mit dem Muzeum Karkonoskie (Riesengebirgsmuseum), Jelenia Góra/Hirschberg. Die Ausstellung, die u.a. in Berlin, Potsdam, Wrocław/Breslau, Jelenia Góra/Hirschberg, Dresden, Görlitz präsentiert werden konnte, befindet sich heute als Dauerausstellung im Schloss Lomnitz/Łomnica. Arne Franke ist Mitautor des gleichnamigen wissenschaftlichen Begleitkataloges. Für Konzeption und Projektleitung der deutsch-polnischen Wanderausstellung "Ein vergessenes Arkadien. Schlösser und Parkanlagen der ehemaligen Grafschaft Glatz“ zeichnet er sich ebenfalls verantwortlich.
Seit 2002 übt Arne Franke freiberufliche Autorentätigkeiten für diverse Verlage aus.

Seit 2010 ist er außerdem Honorardozent für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (Themen: u. a. Architekturgeschichte/Stilkunde) sowie der Freien Universität, Berlin zu den Themen "Schlesische Kulturgeschichte“, "Zisterzienser in Schlesien“, "Kirchenburgen in Siebenbürgen“ und "Kulturlandschaft Zips/Ostslowakei“.

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