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Auf den Spuren des Sechsstädtebundes - Städte, Klöster und Dörfer der Oberlausitz - 6 Tage

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Buchungscode:
CDTMTF20+JUL02/2020
Reisetermin:
20.07.2020 - 25.07.2020
Preis:
ab 1295 € pro Person

2020 jährt sich das 674. Gründungsjubiläum der "Oberlausitzer Hanse“, des Oberlausitzer Sechsstädtebundes. Zwar bestand dieser in seiner ursprünglichen Form lediglich rund 200 Jahre - von 1346 bis 1547 - prägte jedoch das Verhältnis der Städte zueinander und zur böhmischen Krone nachhaltig. Gegründet durch die Städte Löbau, Kamenz, Bautzen, Görlitz, Zittau und Lauban, diente der Bund zum Schutz des Landfriedens gegen das Raubrittertum und Übergriffe des Adels und führte infolge der Befriedung der böhmischen Oberlausitz zu großem Ansehen und erheblichem wirtschaftlichen Aufschwung der Region. Nach dem Wiener Kongress wurde die Oberlausitz geteilt, wobei der westliche Teil bei Sachsen verblieb, der östliche Teil mit Görlitz und Lauban an das preußische Niederschlesien fiel.
Sie besuchen von unserem Standort Görlitz, einer der vielleicht schönsten Städte Deutschlands, die Städte des Bundes sowie die Zisterzienserklöster St. Marienthal und St. Marienstern, idyllische Dörfer mit der regionaltypischen Umgebindebauweise im Bergland der Oberlausitz und die einstigen Zentren der Leinenindustrie im Süden der Region. Eine Stipvisite führt Sie zudem in den UNESCO-geschützten Park des Fürsten Pückler nach Bad Muskau und über die Neiße hinweg auf die polnische Seite, in die Stadt Lauban/Lubań, in der mittlerweile Teile des historischen Zentrums rekonstruiert wurden.

Montag, 20.07.2020 - Über die nördliche Oberlausitz nach Görlitz
Die Studienreise beginnt in Berlin. Fahrt durch die Oberlausitz nach Bad Muskau. Besichtigung des Schlosses mit der Ausstellung "Pückler! Pückler? Einfach nicht zu fassen!“ und Führung durch die weitläufige englische Parkanlage (UNESCO-Weltkulturerbe) . Anschließende Stippvisite in Niesky, die mit der Fabrik Christoph & Unmack überregionale Bedeutung erlangte und Besichtigung der durch den Architekten Konrad Wachsmann konzipierten gleichnamigen hölzernen Villa. Anschließend geht die Fahrt nach Görlitz, mit Check-in in das altstadtnahe Hotel. Der Tag schließt mit einem ersten Rundgang durch die historische Altstadt und der zweitürmigen Peter- und Paulskirche. Individuelles Abendessen in einem selbstgewählten Restaurant beschließt den ersten Reisetag. Übernachtung in Görlitz.

Dienstag, 21.07.2020 - Durch die westliche Oberlausitz nach Kamenz
Führung durch die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften sowie das "Heilige Grab“ in Görlitz. Weiterfahrt nach Löbau, der kleinsten Stadt des Sechsstädtebundes. Besichtigung des gusseisernen Aussichtsturms, des König-Friedrich-August-Turms“ und Mittagessen in der nahegelegenen Aussichtsgaststätte. Als nächstes Besichtigung des "Hauses Schminke“. Anschließende Fahrt durch das Land der Sorben ins Zisterzienserinnenkloster St. Marienstern mit Führung durch das seit 1248 ununterbrochen bestehende Kloster. Nächste Station ist die Stadt Kamenz mit einem gut erhaltenen Stadtkern, dem Rathaus und der ehemaligen Klosterkirche St. Annen mit wertvollen gotischen Flügelaltären. Danach Rückfahrt nach Görlitz und individuelles Abendessen. Übernachtung in Görlitz.

Mittwoch, 22.07.2020 - Durch die südliche Oberlausitz nach Zittau
Nach der Besichtigung des Zisterzienserinnenklosters St. Marienthal Ostritz - wie Marienstern seit seiner Gründung 1234 von Nonnen bewohnt - Besuch der im Dreiländereck zwischen Deutschland, Tschechien und Polen gelegenen Stadt Zittau. Nach einem Rundgang durch die reizvolle Altstadt mit Rathaus, mit imposantem Salzhaus und der Johanniskirche, anschließende Führung durch die bezaubernde Alt- und neutestamentliche Bilderwelt das weltberühmten "Großen Fastentuchs“, das hängend in der weltgrößten Vitrine in der Kreuzkirche aufbewahrt wird. Nach dem Mittagessen Fahrt mit der dampfbetriebenen, 1890 angelegten Schmalspurbahn, in den Kurort Oybin. Dort Besichtigung der Bergkirche und der Burg- und Klosterruine. Anschließend Rückfahrt nach Görlitz und individuelles Abendessen. Übernachtung in Görlitz.

Donnerstag, 23.07.2020 - Umgebindeland Oberlausitz
Rundfahrt durch die "Umgebindehauslandschaft“ der Oberlausitz. Besichtigung des von einer Bürgerinitiative geretteten Schlosses in Hainewalde, das sich noch "in restauro“ befindet. Anschließend Besuch des außergewöhnlichen Damastmuseums in Waltersdorf sowie Mittagessen im barocken Faktorenhof in Eibau. Von dort nach Neusalza-Spremberg und Oberkunnersdorf mit seinen zahlreichen restaurierten charakteristischen Umgebindehäusern. Am Spätnachmittag Spaziergang durch das 1722 für die aus Böhmen geflohenen "Böhmischen Brüder“ gegründete Städtchen Herrnhut und Besuch des beeindruckenden Gemeindesaal. Anschließend Rückfahrt, individuelles Abendessen und Übernachtung in Görlitz.

Freitag, 24.07.2020 - Östliche Oberlausitz mit Lauban/Lubań
Vormittags Führung durch das Schlesische Museum zu Görlitz, mit einer Einführung in die Kulturgeschichte Schlesiens und mit dem "Schönhof“, der als ältester datierter Renaissanceprofanbau Deutschlands gilt. Danach Grenzübertritt nach Polen und Fahrt durch die östliche Oberlausitz in ein kleines, grenznahes Schloss. Nach dem Mittagessen Besuch von Lauban, die 5. Stadt des Sechsstädtebundes. Nachmittags Rückfahrt nach Deutschland; Spaziergang am Berzdorfer See, einem mehr als neun Hektar großen gefluteten Braunkohletagebau-Restloch. Anschließend Rückfahrt, individuelles Abendessen und Übernachtung in Görlitz.

Samstag, 25.07.2020 - Über Bautzen zurück nach Berlin
Der letzte Reisetag beginnt mit einer Fahrt durch die reizvolle Mittelgebirgslandschaft der Königshainer Berge. In Königshain Spaziergang durch einen gepflegten Park mit Barockschloss, kleinem Renaissanceschloss und dem "Steinstock“, dem Rest eines spätmittelalterlichen Wohnturms. Als letzte Stadt des "Sechsstädtebundes“ besichtigen Sie anschließend das an der Spree gelegene Bautzen, das mit seiner restaurierten Altstadt, der malerischen "Wasserkunst“, der mächtigen Ortenburg und der Simultankirche St. Petri eines der schönsten Stadtbilder des heutigen Sachsens bietet. Am Nachmittag treten Sie die Rückreise nach Berlin an.

  • Busrundreise im komfortablen Reisebus gehobener Klasse zu allen Besichtigungszielen nach Programm ab/an Berlin
  • Reiseleitung durch den Kunsthistoriker Arne Franke M.A.
  • Zweite Reisebegleitung durch Michael Prochnow
  • 5 Übernachtungen mit Frühstück im 3*-Hotel "Am Goldenen Strauss“ in Gorlitz
  • 6x Mittagessen (Tellergericht)
  • 1x Abschlussabendessen im Gut am See
  • Fahrt mit der Zittauer Schmalspurbahn
  • Stadtführungen / Stadtrundgänge: Görlitz, Löbau, Kamenz, Zittau, Lauban, Bautzen
  • Besichtigungen / Eintritte: Schloss und Park Fürst Pückler, Schlesisches Museum, Heiliges Grab, Haus

Schminke, Kloster Marienstern, Kloster Marienthal, Groses Fastentuch, Damastmuseum Waltersdorf, Bruderunitat Herrnhut, Burg Oybin, Petrikirche und Ortenburg Bautzen, Schloss Krobnitz

  • Orts-/ Kurtaxe
  • Sicherungsschein für Pauschalreisen
  • Rundum-Service durch CarpeDiem Touristik

Nicht enthalten sind:
Weitere Mahlzeiten und Getränke, Trinkgelder, Ausgaben des persönlichen Bedarfs, individuelle Reiseversicherungen

Am Goldenen Strauss

  • Einzelzimmer
    1440 €

Preise

  • Doppelzimmer
    1295 €

Abfahrtsorte

  • z.B. Berlin - Berlin - Bahnhof Südkreuz
    0 €

Der aus Dieburg (Hessen) stammende Arne Franke studierte Kunstgeschichte mit den Nebenfächern klassische Archäologie und mittlere und neuere Geschichte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt/Main. Er spezialisierte sich auf architekturgeschichtliche und denkmalpflegerische Themen unter Professor Dr. Gottfried Kiesow, Professor Dr. Gerhard Eimer, Prof. Dr. Johannes Cramer und Dr. Elisabeth Herget.
Nach der politischen Wende wurde er stellvertretender Referatsleiter der Unteren Denkmalschutzbehörde in Görlitz.
1995 nahm er eine freiberufliche Tätigkeit auf und gründete das Bauforschungsbüro "Fundamenta Silesiae“, Berlin&Görlitz (u. a. bauhistorische Untersuchungen, Bestandsdokumentationen und denkmalpflegerische Betreuung zahlreicher denkmalgeschützter Bauten in Sachsen und Sachsen-Anhalt).
Seit 1998 ist er Honorardozent für Denkmalpflege, Kultur- und Kunstgeschichte am Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Überregional bekannt wurde Arne Franke als Buchautor und Ausstellungsmacher. Aufsehen erregte u. a. die Deutsch-Polnische Wanderausstellung "Das Tal der Schlösser und Gärten: Das Hirschberger Tal in Schlesien. Ein gemeinsames Kulturerbe“ für den Verein "Monumenta Silesiae“ e. V., Görlitz, in Zusammenarbeit mit dem Muzeum Karkonoskie (Riesengebirgsmuseum), Jelenia Góra/Hirschberg. Die Ausstellung, die u.a. in Berlin, Potsdam, Wrocław/Breslau, Jelenia Góra/Hirschberg, Dresden, Görlitz präsentiert werden konnte, befindet sich heute als Dauerausstellung im Schloss Lomnitz/Łomnica. Arne Franke ist Mitautor des gleichnamigen wissenschaftlichen Begleitkataloges. Für Konzeption und Projektleitung der deutsch-polnischen Wanderausstellung "Ein vergessenes Arkadien. Schlösser und Parkanlagen der ehemaligen Grafschaft Glatz“ zeichnet er sich ebenfalls verantwortlich.
Seit 2002 übt Arne Franke freiberufliche Autorentätigkeiten für diverse Verlage aus.

Seit 2010 ist er außerdem Honorardozent für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (Themen: u. a. Architekturgeschichte/Stilkunde) sowie der Freien Universität, Berlin zu den Themen "Schlesische Kulturgeschichte“, "Zisterzienser in Schlesien“, "Kirchenburgen in Siebenbürgen“ und "Kulturlandschaft Zips/Ostslowakei“.

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