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Nordpolen

NOVEMBER 2016 - Danzig - die gotische "Perle der Ostsee"

Danzig liegt an der polnischen Ostsee, etwa 350 Kilometer nordwestlich von Warschau. Obwohl das historische Zentrum relativ klein ist, belegt Danzig mit fast einer halben Million Einwohner bereits Platz sechs auf der Liste der bevölkerungsreichsten Städte Polens.

Die "Perle an der Ostsee", wie Danzig auch genannt wird, präsentiert sich als einprägsames Stimmungsbild: Prunkvoll verzierte Hausfassaden, Backsteingotik, Wohnpaläste reicher Patrizier, eine der größten Kirchen weltweit und zahlreiche weitere interessante Sehenswürdigkeiten liegen dicht nebeneinander und ziehen die Gäste in ihren Bann. Ebenso kann man ausgiebige Shoppingtouren durch die verwinkelte Altstadt unternehmen, auf der Suche nach Schnäppchen oder unverwechselbaren Souvenirs, und sich danach bei einem Traditionsgericht in einem der urigen Lokale stärken. Oder man bummelt durch den Stadtteil Langfuhr auf den Spuren des bekannten Literatur-Nobelpreisträgers Günter Grass und besichtigt sein Geburtshaus sowie die Skulptur seiner Romanfigur Oskar Matzerath aus "Die Blechtrommel".

Aber auch zahlreiche Ausflüge sind von Danzig aus möglich - beispielsweise sind der idyllische Kurort Sopot sowie weitere traumhafte Strände an der polnischen Ostsee mit öffentlichen Verkehrsmitteln in ca. 30 Minuten erreichbar. Ausgedehnte Spaziergänge im goldenen Sand, abseits des Städtetrubels, umweht von einer frischen Brise Meeresluft, runden einen Besuch in Danzig gekonnt ab.

Die Stadt Danzig und ihre Rolle in der Geschichte

An der Ostsee siedelten sich schon vor der Zeitwende die Goten an, danach kamen im ersten Jahrhundert die Ostgermanen.

Doch die wichtigsten Wendungen in der Geschichte des Landes Polen ereigneten sich wesentlich später - dazu zählen beispielsweise die Vorkommnisse im Danziger Hafen, der sogenannten Westerplatte, wo im Jahr 1939 die ersten Schüsse fielen, mit welchen der Zweite Weltkrieg begann und die den Beginn der Übernahme Polens durch Nazideutschland markierten. Die Gründung der oppositionellen Bewegung um die Gewerkschaft "Solidarnosc" durch die Arbeiter der Lenin-Werft (die sich auf der Insel Ostrów befindet) unter Lech Walesa  beendete wiederum die Ära des Sozialismus im ehemaligen Ostblock.

Danzig besteht aus der "Rechtstadt", dem eigentlichen Stadtkern, der seit 1225 mit Lübischem Recht ausgestattet ist, und der "Altstadt", die als einstige Handwerkersiedlung erst im Jahr 1370 das Stadtrecht erhielt. Somit stellt eigentlich die Rechtstadt die historische Altstadt Danzigs dar.  

Die Highlights der Ostseemetropole

Danzig hat neben einer interessanten Geschichte Besuchern viele Kostbarkeiten, was Stadtbild, Sehenswürdigkeiten und Tradition betrifft, zu bieten.

.) Langer Markt

Hierbei handelt es sich um den zentralen Treffpunkt von Danzig, wo man auch die prächtigsten Häuser der Stadt, wie etwa den Artushof, und einen wunderschönen fast 400 Jahre alten Neptunbrunnen zu sehen bekommt. Die Einwohner, die übrigens als sehr gastfreundlich gelten, feiern im Sommer an diesem Ort fröhliche Feste, im Winter findet am Langen Markt das symbolische Mahl unter der Tanne statt.

.) Königsweg und Krantor

Das Herzstück des Zentrums stellt der Königsweg dar. Spaziert man dort entlang, sollte man unbedingt in den Langen Gassen die prächtigen Häuser besichtigen, in welchen die reichsten Kaufleute der Stadt ihre Niederlassungen hatten. Im Uphagenhaus etwa fühlt sich der Besucher um Jahrhunderte zurückversetzt. Darüber hinaus kann man in originellen Cafés süßes Gebäck genießen, in den kleinen Andenkenläden Mitbringsel aussuchen und in den Tante-Emma-Läden ursprüngliches polnisches Ambiente erleben. Durch das Grüne Tor gelangt man zum Ufer der Mottlau, wo Danzigs berühmtestes Wahrzeichen steht: das Krantor.

.) Marienkirche zu Danzig

Die zuvor evangelische und seit 1945 katholische Marienkirche ist eine der beiden größten Hallenkirchen der Welt. In ihrem Innenraum finden bis zu 25.000 Gläubige Platz. Der Bau begann mit der Grundsteinlegung im Jahr 1343 und wurde 1502 beendet. An der breitesten Stelle misst das imposante Gotteshaus stattliche 66 Meter. Als Besucher der Stadt ist die Besichtigung des architektonischen Meisterwerks ein Pflichttermin.

.) Die Westerplatte

Dabei handelt es sich um eine Halbinsel mit großer, geschichtlicher Bedeutung, da hier Anfang September 1939 der Zweite Weltkrieg ausgelöst wurde, als die polnische Stellung durch das deutsche Linienschiff "Schleswig Holstein" beschossen wurde. Am Ende der Halbinsel ist auf einer Anhöhe das Denkmal, welches den damaligen Verteidigern der Westerplatte gewidmet ist, zu sehen. Auf dem Gelände befinden sich überall Tafeln, auf denen die Geschichte des Ortes nachzulesen ist. Darüber hinaus genießt man hier einen großartigen Weitblick auf die Bucht und die gesamte Umgebung.

.) Danziger Goldwasser und Bernstein

Danzig befindet sich in der historischen Region Kaschubei, die für ein reiches Vorkommen und die kunstvolle Bearbeitung von Bernstein bekannt ist. Den Schmuck aus dem honiggelben fossilen Harz gibt es in zahlreichen Geschäften und Souvenirshops zu kaufen. Ein weiteres beliebtes Mitbringsel aus der Stadt an der polnischen Ostsee ist das „Goldwasser“, ein Gewürzlikör, in welchem Blattgoldflocken schweben.

.) Seebad Sopot

In der Nähe von Danzig liegt das mondäne Seebad Sopot, das bereits in den 1920er-Jahren als Rimini des Nordens galt. Zu beiden Seiten der etwa 500 Meter langen Holz-Seebrücke erstrecken sich lange, goldgelbe Sandstrände, an den Promenaden stehen schmucke Villen, errichtet im Stil der noblen Bäderarchitektur.

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SEPTEMBER 2016 - Masuren - Land der dunklen Wälder und kristallenen Seen

„Land der 1000 Seen“ wird Masuren, die malerische Wald- und Seenlandschaft im Nordosten Polens, oft genannt, doch mehr als 3000 sollen es sein: ein Paradies für Wanderungen, Ausritte, Radtouren - und für Wassersportler, die hier traumhafte Segelreviere finden und eine der schönsten Kanurouten Europas. In Masuren verknüpft sich deutsche mit polnischer Geschichte. Viele Kulturdenkmäler zeugen davon: prachtvolle alte Adelssitze, mächtige Ordensburgen. Kein Wunder, dass es immer mehr Touristen hierher zieht, von denen viele längst nicht zum ersten Mal kommen. Denn wie heißt es: Wer einmal in Masuren war, geht nie wieder ganz von dort weg. Probieren Sie es aus!

Seenlandschaft in den Masuren

In Masuren zieht die Zeit noch immer stille Kreise. Zwar holpern auch im „Land der dunklen Wälder“ kaum noch Pferdefuhrwerke über Kopfsteinpflaster, und die verklärte Romantik mit der Gänsefamilie auf der Dorfstraße und Bauern, die am Wegesrand duftendes Heu wenden, gehört eher ins Geschichtsbuch als in den Alltag der Menschen hier. Doch immer noch klappern, wohin man auch kommt, Störche auf ihren Nestern, glitzern hinter Waldsäumen Seen auf, in denen sich das sagenhafte Blau eines masurischen Frühlingshimmels mit dem geheimnisvollen Algengrün der Tiefe mischt.

Im Juni leuchten gelb die Rapsfelder, später im Sommer wiegen sich Weizen und Hafer sacht im Wind auf schmalen Feldern zwischen Kornblumen und Klatschmohn. Die Dörfer: klein bis winzig. In den Gärten flattert Wäsche zum Trocknen, im Hof gackern Hühner. Das Leben nimmt sich Zeit hier. Masuren ist ein Land von sanfter Schönheit.

Die urwüchsige Moränenlandschaft im Nordosten Polens, steht als Synonym für unberührte Natur und klare, saubere Luft. Hier wurden nie umweltschädliche Industrien angesiedelt, selbst die sozialistischen Machthaber schreckten davor zurück. Heute gilt Masuren als „grüne Lunge“ Polens. Weite Teile des Landes stehen als Naturreservate unter besonderem Schutz - Masuren gehört zu den Kronjuwelen im grünen Netz der Naturlandschaften Europas. Und zu seinen beliebtesten Urlaubsregionen. Die Menschen hier leben traditionell von der Landwirtschaft - und immer mehr vom Tourismus, der in den letzten Jahren einen kräftigen Aufschwung genommen hat. Man findet mittlerweile Übernachtungsmöglichkeiten aller Art - vom Luxusapartment im restaurierten Herrenhaus bis zum ländlich-rustikalen Fischerhäuschen am See.

Masuren bedeutet nicht nur Wandern, Radfahren und Reiten, sondern auch Segeln, Surfen, Schwimmen und Tauchen. Die Strände an den idyllisch gelegenen Seen laden zum Baden ein, ebenso wie die Flüsse und Kanäle - durch die viele der fast 3.000 Seen rings um den 113 km² großen Spirdingsee miteinander verbunden sind - zu ausgedehnten Bootstouren und Segeltörns animieren. Wer will, kann bis zu einem Monat auf der Masurischen Seenplatte kreuzen, ohne einen Hafen ein zweites Mal anzusteuern. Den schönen Fluss Krutynia (Krutinna) kann man auf einer der populärsten polnischen Kajak-Routen in einer Zehn-Tagesfahrt hinunterpaddeln.

Land der dunklen Wälder und kristallenen Seen Masuren ist eine Region, die niemals feste politische Grenzen hatte. Das historische Masuren, das seinen Namen erst im 19. Jh. erhielt, liegt im Südosten des ehemaligen deutschen Ostpreußen. Das polnische Mazury ist größer und umfasst heute auch die südwestlich gelegene Region des Oberlands rund um Ostróda und die seenreiche Gegend um Suwałki im Osten. So gehört heute auch die frühere Ordensritterstadt Rastenburg (heute Kętrzyn) sowie Hitlers Hauptquartier Wolfsschanze in Görlitz (heute Gierłoż) zu Masuren. Auch die historische Region Ermland wird zumindest touristisch oft mit „eingemeindet“.

Literarisch liegt Masuren dort, wo „das Land ohne Eile beginnt“, wie es Arno Surminski, einer der bekanntesten Schriftsteller Masurens, in seiner „Reise nach Nikolaiken“ schildert. Masuren sei ein Land, das „gerne die Zeit verschläft“. Das elektrische Licht sei dort ein Menschenleben später erfunden worden und das Telefon lange stumm geblieben. Die ersten Automobile, so erzählt Surminski weiter, hätten gar „ihren Dienst verweigert, als sie der masurischen Wildnis ansichtig wurden“.

Tatsächlich galt die Gegend im Mittelalter als „große Wildnis“. Hier lebten die Galinder und die Sudauer, zwei Stämme aus dem heidnischen Volk der Pruzzen, die im 13. Jh. von den Mönchsrittern des Deutschen Ordens grausam unterworfen wurden, da sie sich der Christianisierung widersetzten. Im 14. Jh. siedelten sich dann sächsische und schlesische Kolonisten an, später auch Polen aus Pommern und dem Kulmer Land. In Johannisburg (heute Pisz), in Lötzen (Giżycko) und Rhein (Ryn) entstanden Burgen des Deutschen Ordens. Der ins Land gerufene Nachbar wurde den polnischen Königen jedoch bald zu mächtig, und als Verhandlungen zu nichts führten, kam es 1410 zur großen Schlacht bei Tannenberg und Grünfeld (polnisch Grunwald), in der ein polnisch-litauisches Heer die Ordensritter vernichtend schlug. Nach dieser Niederlage siedeln sich im preußischen Ordensland vor allem polnische Bauern aus Masowien an, einem polanischen Fürstentum (pola bedeutet Feld) aus der Umgebung des heutigen Warschau. Sie geben der Region ihren Namen - Masuren.

Als zu Beginn des 16. Jhs. der letzte Ordenshochmeister, Albrecht von Brandenburg-Ansbach, den lutherischen Glauben annimmt, wird auch Masuren evangelisch. Albrecht wandelt den Ordensstaat in das weltliche Herzogtum Preußen um und leistet dem polnischen König Zygmunt I. den Lehenseid. Nach der Reichsgründung 1871 unter Bismarck setzt eine strenge Germanisierung ein: In den Schulen darf nun nicht mehr Masurisch gesprochen werden. Der sogenannte „Volkstumskampf“ beginnt. Doch auch die polnischen Masuren fühlen sich nicht zur 1918 neu gegründeten Republik Polen hingezogen. Nur ein Prozent der Bevölkerung Masurens spricht sich in der Abstimmung von 1920 für den Anschluss an Polen aus.

Im Zweiten Weltkrieg lässt Adolf Hitler in den unzugänglichen Wäldern Ostpreußens eine riesige Bunkerstadt errichten, die Wolfsschanze, heute eine viel besuchte Ruinenstadt. Die meisten Deutschen, die in Masuren gelebt hatten, flohen 1945 oder wurden vertrieben. Doch auch viele der in ihrer Heimat verbliebenen Masuren zogen später nach und nach in die Bundesrepublik. Heute leben in Masuren bereits die zweite und dritte Generation der Zugezogenen aus Zentral- und Ostpolen, Ukrainer, Weißrussen und Litauer sowie eine kleine deutsche Minderheit. Längst sind diese Menschen in Masuren heimisch geworden und schaffen, geprägt von den faszinierenden Naturschönheiten dieser Gegend, eine neue Kultur, die das Erbe der alten annimmt und weiterträgt. Freuen Sie sich auf unsere 7-tägige Bus-Reise nach Masuren, Ermland und Pommern in das „Land der dunklen Wälder und kristallenen Seen“ sowie an die polnische Ostsee. CarpeDiem Touristik lässt Sie die herzliche Gastfreundschaft und das bezaubernde „Land ohne Eile“ erleben, dessen Reizen sich wohl kein Besucher zu entziehen vermag.

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